Tante Emma macht in Web 2.0

Wer mit offenen Augen durch die Randgebiete der Innenstadt in Essen oder Bielefeld geht, der vermutlich einen Wandel bemerken, der sich auch in andere Städten manifestiert. Fachgeschäfte und die berühmten Tante-Emma-Läden sind verschwunden. Schon längst, allerdings. Während noch in den 90er Jahren die Ladenflächen von Sonnestudios, Videotheken und Computerschraubernn in Beschlag genommen wurden, bietet sich im Jahre 2007 ein anderes Bild.

Dort wo früher Obst über die Theke gereicht wurde, gibt es jetzt wohlmöglich eine Rechtsberatung. Die Landeflächen sind umgewandelt worden in Kanzleien, Maklerbüros, Galerien oder werden von aufsteigenden Agenturen genutzt. Alle gemeinsam profitieren von dem im Vergleich zu „richtigen” Büroräumen günstigen Mieten. Zudem gibt es noch einen weiteren Vorteil, den ein Bielefelder Anwalt auf den Punkt brachte: „Am neuen Standort bin ich genau dort, wo auch meine Kunden sind.”

Ansprechend hergerichtet schaffen die Räume eine Atmosphäre, an die sterile Bürogebäude nie heranreichen werden. Auch die Vermieter profitieren von der neuen Nutzung.

Kommentar verfassen