Welthungerhilfe

Jetzt vor Weihnachten trudeln wieder die diversen Spendenaufrufe ins Haus. Das sind die Momenten, wo die meisten von uns noch echte Post bekommen. Die Frage danach, warum die Organisationen der Wohltätigkeit noch nicht auf eMails umgestellt haben, ist recht schnell beantwortet. Per eMail lasen sich keine echten Postkarten, Freundschafsbändchen, herzzerreißende Fotos und andere Mitleidskitsch verschicken.

Fußgemaltes wirkt sauber gedruckt einfach authentischer als wenn es nur digital verschickt würde. Wer all den Aufrufen nachkommen würde, der würde sich und seine Familie vermutlich nicht nur um das Weihnachtsgeld bringen. Sicher, Spenden macht frei (vor allem vom Geld) und es ist auch durchaus löblich, anderen zu helfen.

Sparen wir usn die zynischen Kommentar an dieser Stelle und erwähnen nicht die Menschen, die mit gönnerhafte Geste zehn Euro zu Weihnachten für ein Waisenkind in Afrika spenden, aber ohne mit der Wimper zu zucken an dem Obdachlosen in der Fußgängerzone ihrer Heimatstadt vorbeigehen.

Letztendlich bleibt doch nur eine Erkenntnis: „Allein essen macht satt.”

Und um noch mal auf den Titel dieses Artikels zu kommen: Die Menschen in Afrika brauchen keine Welthungerhilfe, denn hungern, dass können sie auch ohne unsere Hilfe. Schon vor Jahren haben wir daher auch zu der Aktion Brot statt Böller im kritisch angemerkt, dass Brot einfach nicht richtig brennt. Mit schönen Farben explodiert es schon mal gar nicht in der Luft.

Wer ehrlich zu sich selbst ist, der kauft daher auch dieses Jahr wieder ordentlich Böller und sichert so Arbeitsplätze in der dritten Welt – denn dort wir ein großer Teil der Feuerwerkskörper hergestellt (lassen wir mal die katastrophalen Sicherheitsbedingungen außen vor). Böller kaufen bedeutet demnach, den Menschen in Entwicklungsländern zu Lohn und Brot zu verhelfen. Also Brot durch Böller.

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