Deutschland, ein Kundenmärchen

Deutschland, ein Kundenmärchen

Nach knapp zwei Monaten des Wartens habe ich gestern meine Bahncard 25 (die gibt es zusätzlich zu einem Jahresticket) bekommen. Ein erster Blick darauf gestern und ein Lächeln lief durch mein Gesicht. Sie hat den begehrten Silberstreifen, die einen als bahn.comfor Kunde ausweist. Nach dem zweiten Blick war mein Lächeln allerdings schon wieder verschwunden. Statt meines Fotos auf der Karte klaffte dort nur eine weiße Lücke.

Ein Anruf beim Servicecenter, dass löblicherweise noch zu erreichen war, brachte Aufklärung. Die Karte sei nur vorläufig, in etwa vierzehn Tage würde ich die richtige Karte bekommen. Nun, diese vorläufige Karte hätte mir auch schon vor einigen Wochen zugeschickt werden können. Als ich dann nachfragte, wie sich dass den sein könne, dass ich damit ja bei einer Karte, die über zwölf Monate läuft, diese nur zehn Monate tatsächlich nutzen kann, bekam ich dann eine eigenartige Antwort.

Andere Kunden müssen schließlich auch warten, so die immer noch freundlich Damen am Telefon. Ich könne ja froh sein, dass ich meine Karte jetzt schon hätte. Ich glaube, die Bahn ist noch sehr sehr weit von der Privatisierung entfernt, wenn solche Sprüche aus der Behördensteinzeit dem Kunden um die Ohren gehauen werden.

6 Replies to “Deutschland, ein Kundenmärchen”

  1. Mal so eine Frage am Rande: Warum dauert das so lange? Zwei Monate ist ne Menge – wenn ich mich recht erinnere bekam ich damals meine Karte am nächsten Tag zu gestellt. Das Fand ich auch erstaunlich kurz – war aber so…

  2. Ja, das ist wirklich schade. Aber der Tag hat nur 24 Stunden. Momentan nutze ich die Wochenenden für etwas, was unter dem Begriff „Sozialleben“ fällt – erscheint mir irgendwie als nicht ganz unwichtig.

    Aber, wie bereits geschrieben, ich habe das Projekt Podcast nicht aufgegeben. Es ist aber neben dem normalen bloggen zweitrangig.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren