Berlin, Berlin

Wie bereits angedeutet, war ich gestern beruflich in Berlin. Vom Wetter her hätte es nicht besser sein können. Angenehme 17 Grad, sonnig – so ein richtiger schöner Herbsttag. Mein letzter Berlin-besuch liegt schon sehr lange zurück. Ich glaube, da war Bonn noch Hauptstadt und ich sehr dagegen, dass es Berlin wird.

Wie dem auch sei, Berlin hat mich gestern sehr beeindruckt. Der Pulsschlag der Stadt ist ein ganz anderer. Aufregen und kribbelnd, wuselig, ständig in Bewegung und gigantisch groß – einfach Berlin.

Gestaunt habe ich auch über die Hackeschen Höfe, die mir bisher nicht bekannt waren. Allein die wären schon eine Reise nach Berlin wert, wobei es noch viel viel mehr zu sehen gibt. Die Autofahrt am frühen Abend durch den Innenstadtbereich zeiget Impressionen einer Stadt, die nie zu schlafen scheint. Glas. Licht. Leben.

Sollte es eine Art Berlinfieber geben, dann habe ich mich wohl gestern damit angesteckt. Die Euphorie lässt sich aber schnell mit einem Aufenthalt in Berlin-Marzahn dämpfen. Plattenbauten aus kommunistischer Vorzeit ersticken alles. Wohnsilos soweit das Auge blicken kann – und hinterm Horizont geht es weiter. Mitten in den Plattenbausiedlungen riesige Einkaufsmalls. Die Menschen, die in diesen schrecklichen Häusern leben müssen, brauchen ihren Bezirk nie zu verlassen. Alles, was sie zum leben, wenn es denn eins ist und nicht ein dahinvegetieren, benötigen, finden sie vor der Haustür.

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