Nichts tun, Fisch!

Nichts tun, Fisch!

Gut, mein Bruder wird wohl ausnahmsweise zu den Menschen gehören, die keine Schuld trifft – bezogen auf das Aussterben der Thunfische. Das liegt aber vor allem daran, dass er keinen mag. Ich bin ja der Meinung, dass ihm was entgeht, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es die Fische bald nicht mehr geben wird. So eine Thunfischpizza ohne Thunfisch kann ich mir nur sehr schwer vorstellen.

Letztendlich folgt daraus nur, schnell noch mal ordentlich zu zulange, bevor die Preise steigen. Sicherlich ist das nicht unbedingt die angemessene Reaktion auf das Artensterben. Zumindest aber brauche ich mich später nicht dafür zu rechtfertigen, dass ich nichts getan hätte. Denn tatsächlich habe ich ja was getan: fleißig mitgeholfen, dass die Meere weiter überfischt werden und der Thunfisch verschwindet.

Es wäre wohl eine gute Idee, jetzt in Aktien von Firmen zu investieren, die Sojaprodukte (oder Fleischabfälle) mit Thunfischgeschmack entwickeln. Das rette zwar auch nicht die Welt, füllt aber im Erfolgsfall die eigenen Taschen. So lässt sich dann auf einem ordentlichen finanziellen Polster der Weltuntergang auf eine idyllischen Südseeinsel abwarten, während die politisch Korrekten hierzulande protestierend die Strassen verstopfen und ihr schlechtes Gewissen zum Anlass nehmen, auch anderen eins zu machen.

One Reply to “Nichts tun, Fisch!”

  1. zu diesem Thema empfehle ich das Kapitel ‚Übermorgen‘ (oder war es ‚Morgen‘??) aus Frank Schätzing’s „Nachrichten aus einem unbekannten Universum“ – geht zwar um Kabeljau und nicht um Thunfisch, aber das ist heutzutage beliebig austauschbar…

    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren