Streichkonzert

Ja, noch mal ein paar Takte zu dem Tanz, den Altkanzler Gerhard Schröder mit ausgewählten Vertretern der Presse derzeit tanzt, um sein Buch zu vermarkten. Bisher verschwiegen wurde, dass einige Passagen in seinem Buch gestrichen wurden, während andere Stellen verblüffende biographische Details enthüllen. Ebenso wie Günther Grass, der seine Biographie vor ein paar Wochen vorgelegt hat, war Schröder in der SPD.

Gerade führende Manager wird das erschüttern, da sie doch bisher ahnungslos vom Gegenteil ausgegangen sind, da doch Schröder das Gewissen der Industrie gewesen sein soll. Der jetzt schon erschütterte Leser wird sich jetzt fragen, was denn dann im Buch fehlt.

Nun, gestrichen wurde zum Beispiel der erste Satz im Buch:

Ich, Gerhard Schröder, bin ja so toll. Und jetzt erkläre ich euch dummen und ignoranten Menschen, warum.

Komplett entfallen ist auch das Kapitel „Wie ich Putin in den Arsch gekrochen bin und dafür einen tollen Posten bei Gasprom bekommen habe”.

Der Leser dürfte im Buch wohl nichts wirklich Neues erfahren. Trotzdem empfiehlt es sich, das Buch zu kaufen – zumindest für Leute, die noch normale Post bekommen und einen Briefbeschwerer suchen.

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