Entscheidende Worte

In diesem Tagen horchen die Menschen in Deutschland in sich hinein. Prüfen, was ihr Gefühl zum momentanen regiert werden sagt. Wie ist es, nach fast einem Jahr unter Angela Merkel als Bundeskanzlerin? Im Zusammenhang mit der „Ich bin Gerhard, das ist mein Buch Promotion-Tour” viel gestern in der Süddeutschen Zeitung ein bemerkenswerter Satz:

Es war nicht alles so schlecht unter Schröder und Rot-Grün. Und wieder einmal zu spüren, wie sich das anfühlt – einen Kanzler zu haben. Und sei es nur für einen Tag.

Ja so ist das. Zu spüren, wie es war, als Deutschland noch einen Kanzler hatte, der mal mit ruhiger, aber auch mal mit starker Hand zeigte, was es heißt, Richtlinienkompetenz zu habe, Politik zu gestalten.

Andererseits kann es auch sein, dass nach mittlerweile die Verklärung einsetzt und die Menschen vergessen, wie müde sie die Politik eines Gerhard Schröders gemacht hat. Um ehrlich zu sein, benötigt dieses Land weder eine Frau Merkel noch einen Herrn Schröder. Was oder wen aber dann? Auf die Frage gibt es keine zufrieden stellende Antwort – zumindest nicht, wenn als Ergebnis ein real existierender Politiker präsentiert werden soll.

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