Hoffnungsloser Fall

Der Widerspruchsbescheid von der Agentur für Arbeit ging mir auch am Wochenende nicht aus dem Kopf. Auf drei Seiten wird nicht nur nüchternes Bürokratendeutsch ausgebreitet, sondern es fallen auch verletzende Begriffe. Begriffe, die zeigen, dass ich aus Sicht der Agentur (mit der ich zum Glück nichts mehr zu tun habe) ein hoffnungsloser Fall bin, für den es sich nicht mehr lohnt, Geld in die Hand zu nehmen.

Unumwunden heißt es daher, ich wäre nach der zweijährigen Maßnahme mit 37 Jahren einfach zu alt für den Arbeitsmarkt – eine Unverschämtheit, die wohl viele eher aus dem Mund von Firmenchefs erwarten würden. Auch spräche gegen mich, dass ich zum Zeitpunkt der Antragsstellung schon neun Monate arbeitslos gewesen sei. Resümee des Bescheids: nicht wirtschaftlich. Schließlich muss die Agentur sparen.

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