Lobbyistenalarm

Lobbyistenalarm

In Berlin wurde mal wieder der Bock zum Gärtner gemacht. Die Koalition übernimmt eine Vorlage der Tabakindustrie zum Nichtraucherschutz. Wie bitte? Ja, das ist wirklich so, dass hat sich nicht irgendein perverser Journalist so ausgedacht.

Für mich klingt das ungefähr so, als wenn der Tod künftig Lebensversicherungen verkauft oder wenn ein Metzger Vorsitzender eines Vegetarier-Vereins wird. Um es ganz konkret zu sagen: für mich haben damit die Politiker der Koalition in Berlin den letzten Rest Vertrauen verspielt.

Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, bringt es auf den Punkt:

Eine große Sauerei

So schamlos wurde noch nie den Lobbyisten nach der Pfeife getanzt.

7 Replies to “Lobbyistenalarm”

  1. Jaja, manchmal denkt man, unsere Herren Politiker rauchen einfach das falsche Gewächs.

    Mein Tipp: Kräutertee in heisses Wasser tunken, nicht(!) in die OCB bröseln! ;)

    JBJ

  2. Dieser Fall zeigt mal wieder deutlich, wer die Marionetten in unserem Land sind. Wenn die Wirtschaft das möchte, werden die Damen und Herren Politiker(innen) einfach zum Frühstück in der Pfeife geraucht.

  3. Es ist doch nicht nur die Raucherlobby, es gerade ‚Zeit der General-VerarXXXe‘.
    Ich verweise u.a. auf Siemens/BenQ, die HartzIV-Gesetze, die Wettervorhersage, Merkels Wunder-Cast und noch vieles mehr.
    Wer hier nicht sieht, wie wir veräppelt werden ist entweder taub, Politiker oder hat nen guten Dealer!

    JBJ

  4. Nein, ich pauschalisiere doch nichts ;-) Ein perverser Journalist ist etwa so häufig anzutreffen wie ein fleißiger Lehrer (wir erinnern uns an die faulen Säcke von Gerhardt Schröder…).

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren