Postkarte von Mengele

Postkarte von Mengele

Eiskalt lief es mir den Rücke runter, als ich in der Süddeutsche Zeitung las, dass in sich in den USA die Stimmen mehren, die die Wiedereinführung von medizinischen Experimenten an Gefangene fordern.

Gestützt wird dies durch die verbreitete Vorstellung von christlichen Fundamentalisten, die Straftäter könnten so durch den Einsatz ihrer Gesundheit, ihres Körpers und ihres Lebens echte Reue beweisen.

Experimente an Menschen, zumal an Menschen, die dazu gezwungen werden, gehören neben Folter und Vergewaltigung zu den widerwärtigsten Dinge, mit der sich Einzelne gegen ihre Art versündigen. Fundamentale Menschenrechte werden mit den Füßen getreten.

Wenn ich an medizinische Experimenten denken, die an an Gefangenen durchgeführt sind, denke an den Menschen (ja er ist trotz allem immer noch ein), der dafür wie kein anderer steht: Josef Mengele, Lagerarzt in Auschwitz.

2 Replies to “Postkarte von Mengele”

  1. “ … Gestützt wird dies durch die verbreitete Vorstellung von christlichen Fundamentalisten, die Straftäter könnten so durch den Einsatz ihrer Gesundheit, ihres Körpers und ihres Lebens echte Reue beweisen. …“

    Warum zeigen diese Fundis kein ‚reuevolles Leben‘ und opfern sich selber?

    Kopfschüttelnd,
    JBJ

  2. Stimmt, dieselbe Assoziation an seine rassenwahnsinnsbezeugenden Genexperimente hatte ich da auch … @ JBJ: Weil es eben Fundi´s sind:
    „Christliche Reue“ & Kodizes stehen an erster Stelle, die Integration der vielfach geachteten Grundsätze ins eigene Leben eher erst am Ende
    der Relevanzpyramide …

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren