Zwangsmitgliedschaften

Jeder der einen Rundfunkempfänger oder Fernseher besitzt, kennt vermutlich die Gebühreneintreiber von der GEZ, die sich von den Zeugen Jehovas nur dadurch unterscheiden, das letztere immer zu zweit unterwegs sind (ein Anspielung darauf gibt es auch in den neuen Star Wars Teilen).

Ähnlich hartnäckig wie die Glaubensvertreter möchte der Mensch von der GEZ mit uns über unseren Fernseher reden – für viele ist der ja auch eine Art Religion bzw. Gott. Wer dann einmal den Fehler macht und ein Beitrittsformular unterschreibt, zahlt Monat für Monat eine Art Solidaritätsbeitrag zur Förderung eines öffentlich-rechtlichen Seniorenprogramms – die Tarnbezeichnung dafür ist Kulturauftrag.

Wie das nun mal so ist bei Religionen, ist irgendwann der Punkt erreicht, wo gute Absichten in Gier umschlagen. Während die eine mit blutigen Schwert neue Kontinente missionieren, oder aber mit Horror-und-Heilsgeschichten Leichtgläubige in ihren Verein pressen, streben andere danach, auch einen Zehnt auf so genannte Internet-PCs zu erheben.

Sicher, es trifft nicht die, die bereit das fragwürdige Vergnügen habe, für ihren Fernseher oder ihr Radio Gebühren zu bezahlen. Einige werden sich auch auf dem Standpunkt stellen „Gebt der GEZ, was der GEZ ist.” Wirklich hilfreich für Menschen, die sich bewusst gegen einen Volksverdummungsempfänger entschieden haben, ist das nicht.

In einer Zeit, wo ein PC einen immer größeren Stellenwert sowohl in Privathaushalten als auch Firmen einnimmt, wirkt die pauschale GEZ-Gebühr anachronistisch. Für was zahlt denn der Bürger? Und vor allem, warum zahlt dann nur der deutsche Internet-PC-Nutzer, während auch vom Ausland aus auf die Angebote von ARD und ZDF zugegriffen werden kann?

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