Ab durch die Mitte

Ab durch die Mitte

Bisher verschwiegen hatten ich den nette Besuch aus dem Ortsverein, bei dem mir neben dem obligatorischen Roten Buch auch ein Ordner mit diversen Unterlagen überreicht wurde. Ganz ehrlich, ich finde so einen persönlichen Kontakt sehr angenehm. In meiner grünen Phase gab es so was nicht.

Aber das ist ein ganz anderes Thema. Also wieder zurück zum Ordner. Auf dem Ordner steht so ein Sinnspruch: „Dein Platz in unserer Mitte.” Ich bin mir nicht sicher, ob das so geschickt gewählt ist. Der Neue in der Mitte weckt ganz andere Assoziationen.

Wer als Sandwich-Kind mit älteren und jüngeren Geschwistern aufgewachsen ist, oder den Platz in der Mitte von anderen Erfahrungen her kennt, der weiß, dass in der Mitte stehen bedeutet, von links und recht Prügel zu beziehen. Oder von lauter Menschen umgeben zu sein, die auf einen aufpassen.

Ganz schön erdrückend, die Mitte. Auf der anderen Seite hätten die Genossen auch nicht schreiben können: „Dein Platz in der ersten Reihe”, da der Spruch bereits belegt ist. Und Wortspiele mit Rand verbieten sich von selbst.

2 Replies to “Ab durch die Mitte”

  1. Na gugge :-). Mit Ordner sogar, der Herr *gg*. Kann ich nur von träumen…. Und unterstützen natürlich, denn die Idee ist schon nicht schlecht.

    Mit dem Spruch könntest Du Recht haben, aber vom Gesamtbild her passt der einfach. Das habe sogar ich WBH-Kritisierer anerkannt.

    In welchem OV biste denn jetzt? Ihr habt ja mehrere bei Euch.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren