Grass Returns

Grass Returns

Am Donnerstag läuft Superman Returns in den Kinos an. Ein Held, der bei den Zuschauern nicht mehr so gut ankommt, wie die Besucherzahlen aus den USA belegen. Ähnlich verhält es sich mit Günther Grass, der aktuell nur durch sein Geständnis, bei der Waffen-SS gewesen zu sein, für ziemlichen Gesprächsstoff in sämtlichen Medien sorgt.

In dem Zusammenhang wäre ein interessantes Titelbild für den nächsten Spiegel Grass im Dress des Comic-Helden. Was sich anstatt des einen S auf der Brust von Grass befinden würd, dürfte wohl klar sein.

2 Replies to “Grass Returns”

  1. Ich weiss nicht, ob man sich dem Rauschen über Grass spätes Geständnis anschliessen sollte. Grass wäre ohne dieses Erlebnis und den darauffolgenden Schock und die Scham nicht der, der er heute ist.

    Aber in Deutschland wird ja gerne auf jeden eingeprügelt, der irgendwie verwundbar erscheint…

    Das ist eigentlich die urdeutscheste aller deutschen Tugenden.

  2. Mag sein. Allerdings gehört es auch zu den „deutschen Tugenden“, scih selber als Moralist zu geben, aber den Balken im eigenen Auge zu missachten. Wie schon geschrieben, dass Grass in der Waffen-SS war, lässt sich verzeihen. Aber das lange Schweigen dagegen trägt zu seiner Demontage bei. In der SZ von heute habe ich zum Thema einen sehr treffenden Artikel gelesen, mal sehen, ob ich den online finde.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren