Falsches Pferd

Laut Meinungsumfrage von Forsa steckt die SPD in einer schweren, existenziellen Krise. Habe ich jetzt etwas doch auf das falsche Pferd gesetzt? Oder ist es die Chance, den Marsch nach ganz oben in Rekordzeit zu schaffen? Die Partei soll laut Forsa-Chef Manfred Güllner schon froh sein, wenn sie bei der nächsten Bundestagswahl überhaupt 30 Prozent erreicht. Der Anfang vom Ende? Die SPD auf dem Weg zur Interessenspartei? Wobei, letzteres ist sie ja bereits wieder – allerdings vertritt sie mittlerweile nicht mehr wie früher die Interessen der Arbeitnehmer.

Dringender den je wird es Zeit, da was dran zu ändern. Aber sicher nicht mit Kurt Beck, den Güllner für die einzige Hoffnung der ehemaligen Sozialdemokraten hält.

Meinungsumfragen, den den Untergang belegen, gibt es auch bei anderen Meinungsfälschern bzw. -forschern. Bei Emnid wird davon gesprochen, dass die SPD-Anhängern sich nicht mehr in der Regierung vertreten fühlen. Jede Wette, dass das für die Anhänger der CDU auch gilt. Wobei für so was offensichtliches keine teure Umfrage notwendig sind.

Laut SPD-Generalsekretär Hubertus Heil gäbe es „in Deutschland eine Mehrheit für soziale Demokratie” die organisiert werden müsse. Ein Mehrheit für soziale Demokratie gibt es tatsächlich, nur fühlt diese sich wohl nicht mehr bei der SPD aufgehoben. Um die Menschen wieder in diesem Land für eine Politik sozialdemokratischer Prägung zu begeistern, bedarf es einer Neuausrichtung der Partei. Am besten noch bevor sich die Mehrheit in diesem Land selber anders organisiert.

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