Kostenfaktor Kinder

Kostenfaktor Kinder

Rund 549 Euro pro Nase soll der Nachwuchs pro Monate seine Erzeuger kosten, wie heute in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Kinder oder Porsche” zu lesen ist.

Kein Wunder, dass bei den Kosten die Geburtenrate sinkt und nur noch die Kinder in die Welt setzten, die genügend verdienen oder nicht rechnen können.

Aber mal im Ernst: Solche Artikel sind, auch wenn sie ganz harmlos daherkommen, recht brisant. Denn wer genau liest, stellt fest, dass hier Menschenleben in Buchhaltermanier berechnet werden. Es fehlt nur noch eine Betrachtung der Gesamtbilanz, also die Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen eines Menschen im Laufe eines Lebens. Ein Land, wo die Mehrheit seiner Bevölkerung nur das als Wert erachte, was sich in barer Münze auszahlt, wird auf Dauer keine Zukunft mehr haben.

Kinder sind in vielfacher Hinsicht eine Bereicherung – auch wenn sie manchmal sehr viel Arbeit machen, Zeit, Geld und vor allem Nerven kosten. Eltern werden das wohl bestätigen können.

Wer in Zeiten wie diesen Kinder in die Welt setzt, verdient kein Mitleid, sondern Bewunderung und die volle Unterstützung seiner Umwelt.

2 Replies to “Kostenfaktor Kinder”

  1. Ich würde den letzten Satz anders formulieren, weil: nur in die Welt setzen reicht nicht. Wer es schafft, selbige Kinder groß zu ziehen und vor allem zu vernünftigen Menschen zu erziehen, der verdient die Bewunderung. Da ist das in die Welt setzen ganz klar der einfachste Teil…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren