Entsetzliche Feigheit

Entsetzliche Feigheit

Was mich immer anwidert, ist die Feigheit meiner Mitmenschen. Seit heute Mittag wurde irgendwo in der Nachbarschaft gefeiert, mit Musik, die immer lauter wurde. So laut, dass sie selbst bei uns über eine viel befahrene Straße hinweg zu hören war. Bis eben. Von den Anwohner hat offensichtlich keiner was unternommen. Mit Taschenlampe bewaffnet, bin ich noch mal raus gegangen und hab die Hausnummer ausfindig gemacht und Nadine hat dann anschließend die Polizei angerufen.

Damit das klar ist: Wir sind keine Spießer. Wenn aber um diese Uhrzeit bei über 100 Meter Luftlinie selbst durch dreifachverglaste Scheiben die Musik in Zimmerlautstärke im Schlafzimmer zu hören ist, ist das einfach zu viel.
Aber wie gesagt. Schlimmer noch als die laute Musik sind Nachbar, die nur verschreckt aus dem Fenster schauen, aber nichts unternehmen. Ich stelle mir in solchen Momenten dann immer vor, dass sie ebenso nichts unternehmen würden, wenn ich überfallen und blutend im Rinnstein liegen würde.

Wahrlich, ein tolles Land dieses Deutschland.

2 Replies to “Entsetzliche Feigheit”

  1. Naja, also wenn du mutig gewesen wärst, hättest du denen Bescheid gesagt, dass sie die Musik leiser machen sollen, oder du rufst die Polizei.

    Einfach die Polizei anrufen und sagen der da hört ganz doll laut Musik hat für mich nichts mit Zivilcourage zu tun. Außerdem woher willst du wissen, dass keiner deiner Nachbarn bei der Polizei angerufen hat?

  2. Ganz einfach erklärt: Hätten Nachbarn die Polizei angerufen, wäre es vorher leiser geworden. Nach dem ich in der Vergangenheit schon ein paar Mal eins bei Versuchen, mit solchen „Nachbarn“ zu reden auf Nase bekommen habe, überlasse ich die Verhandlungen lieber der Polizei.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren