Recht schreiben

Recht schreiben

Morgen erscheint der neue Duden, die nun mehr 24. Auflage. Wie in der Süddeutschen Zeitung aktuell berichtet wird, hebt der Duden durch farbliche Markierungen bei mehreren zulässigen Schreibvarianten die Empfehlung der Redaktion hervor.

Ein Ansatz, der mir persönlich ganz gut gefällt. Quasi durch Geburt gibt es bei mir zudem eine gewisse Prägung dafür, den Duden trotz der nicht mehr vorhandenen Monopolstellung als das einzig wahre Werk zur Rechtschreibung anzusehen. Es läuft daher unweigerlich auf einen Pflichtkauf hinaus.

Duden hin oder her, selbst für die Verfechter alternativer Wörterbücher bleibt eine Frage ungeklärt: Wie sieht das am Computer aus? Welcher Rechtschreibung folgen Programme wie Word, Outlook, Open Office, Apples Mail usw.? Die meisten werden doch beim täglichen Umgang mit Texten nicht in erster Linie ein gedrucktes Wörterbuch zu Rate ziehen, sondern sich auf die automatische Rechtschreibkorrektur verlassen.

Ein nicht unerheblicher Teil der in deutscher Sprache außerhalb von Schulen verfassten Texte dürfte wohl auf Computern geschrieben werden. Damit ist unsere Sprache also dem ausgeliefert, was durch die Hersteller der Software an Rechtschreibung vorgegeben wird.

Kann es sei, dass sich dadurch, ganz inoffiziell, eine ganz andere Form der Rechtschreibung eingeschlichen hat? Ganz konkrete wüsste ich nicht, wie ich meinem Rechner die aktuellste Form der Rechtschreibung beibringen kann – zumal es bei Programmen unter Mac OS X zwei Möglichkeiten der Rechtschreibprüfung gibt. Entweder nutzen Programme wie Word ein eigenes Wörterbuch oder sie greifen auf das zurück, was Mac OS X an Bord hat – zumindest für die deutsche Rechtschreibung ist dies aber momentan die schlechtere Alternative.

Mich lässt das ratlos zurück.

6 Replies to “Recht schreiben”

  1. Es gibt für Open Office von Duden eine extra Duden-Rechtschreibung.
    Kostet allerdings 50€.

    Aber auf was jetzt die Rechtschreibprüfung normalerweise zurückgreift weiß ich nicht.

  2. … na, da will ich mal ablästern:
    Bloggen, pienzen, weiterschreiben… aber das eigene System-Wörterbuch nicht aktualisieren können… – das find‘ ich geil!

    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren