Gründe für ein Grundeinkommen

Gründe für ein Grundeinkommen

Es gibt genügend Studien, die darauf hinweisen, dass ein Vollbeschäftigung in Deutschland nie mehr möglich sein wird. Entweder also, wir „gewöhnen” uns ans drei bis vier Millionen Arbeitslose, oder wird machen uns auf die Suche nach Alternativen. Eine dieser Alternativen ist ein bedingungsloses Grundeinkommen, wie es unter anderem von dm-Chef Götz Werner befürwortet wird. Neu Hintergrundinformationen zum Thema gibt es bei unternimm-die-zukunft.

[via krank?]

4 Replies to “Gründe für ein Grundeinkommen”

  1. Welche Studien? Und warum gibt es Vollbeschäftigung (zumindest annähernd, je nach Definition) in Irland, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und Großbritannien? Im Grunde gleicher Kommentar wie bei Nico im Blog.

  2. Schön, dass es immer ein paar Länder gibt, die man zitieren kann, oder? Hast du dir schon mal die Enwticklung der Arbeitslosenzahlen in Deutschland in den letzten 10 Jahre angesehen? Was stellst du dir denn vor, um die Arbeitsplätze zu schaffen? Wie soll die sich ausbreitenden Armut in Deutschland verhindert werden (vgl. dazu den Bericht des DIW)?

    Ein wenig Sucharbeit in diesem Blog, und du wirst ein paar interessante Links zum Thema finden.

  3. Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt war in den letzten zehn Jahren in der Tat nicht gerade prickelnd. Aber was genau waren die Ursachen? Und was lässt sich daraus für die nächsten zehn Jahre schließen? Geht es so weiter wie bisher? Wird es immer nur noch schlechter? Oder sogar wieder besser? Lässt sich die Entwicklung irgendwie beeinflussen? Oder stecken wir den Kopf in den Sand?

    Vielleicht haben die o.g. Länder in den letzten zehn Jahren in der Summe einfach mehr richtig gemacht als wir: transparentes und modernes Steuersystem, solide Staatsfinanzen, funktionierender Arbeitsmarkt, angemessene und vor allem stabile Sozialabgaben, nachhaltige Reform der sozialen Sicherungssysteme, modernes Bildungssystem, kluge Einwanderungspolitik, ausgiebiges Engagement in der Forschung, leistungsfähige Verwaltung, intelligente Gesetzgebung, rundherum gutes Klima für neue Ideen und Innovation, hohe Wertschätzung gegenüber Gründern — das alles fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen (und vielleicht auch insgesamt mehr Neugierde, mehr Optimismus, mehr Pragmatismus, mehr Motivation, mehr Lust auf neue Herausforderungen, mehr Experimentierfreude, mehr Gelassenheit, mehr Selbstvertrauen etc.).

  4. Tim, ich denke du liegst falsch. Sehr falsch sogar. Hast du dir mal angesehen, welche Probleme die Länder, die du aufführst haben?

    Beispiel Großbritannien: Noch größerer Unterschiede zwischen Armen und Reichen wie hierzulande, ein Gesundheitssystem, dass durch und durch marode ist. Wer es sich als Brite leisten kann, der kommt auf den Kontinent, sogar nach Deutschland, um sich behandeln zu lassen. Das Öffentliche Verkehrsnetz in Großbritannien ist schon mal gar kein Vorbild.

    Beispiel Niederlande: Das die dortige Einwanderungspolitik gescheitert ist, dürfte sich wohl rumgesprochen haben. Soziale Leistungen werden und wurde dort Stück für Stück zurück gefahren. Studiengebühren sind dort längst eingeführt. Ein besseres Land?

    Beispiel Irland: Hat sicher in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen und viele Arbeitsimmigranten angelockt. Fakt ist aber, dass die dortigen Löhne mittlerweile nicht mehr mit der Entwicklung der Mietpreise mithalten können. Auch die Lebenshaltungskosten sind gestiegen. Ich meine mich zu erinnern, dass sie über deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen. Erstrebenswert?

    Beispiel Norwegen: Die Bevölkerungsstruktur ist dort eine ganz andere. Wesentlich weniger Einwohner, wesentlich dünner besiedelt. Zudem ist Norwegen (noch) reich an Erdöl und ist drittgrößte Exporteur dieses Rohstoffes. Damit wird so einiges finanziert in Norwegen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren