Unternehmenssteuerreform

Um satte zehn Prozent soll die Unternehmenssteuer nach Plänen des Bundesfinanzverteilungsministers Peer Steinbrück sinken. Ein paar aufrechte Sozialdemokraten finden das nicht ganz so toll – verständlicherweise, denn wie sollen sie den Wählern vermitteln, daß der einfache Bürger mehr Lasten tragen muss, während die Unternehmer entlastet werden.

Steinbrück begründet seinen Vorschlag damit, dass die Unternehmer durch die Steuersenkung mehr Jobs schaffen würden. Nun ist es aber so, dass dieses Argument sehr häufig und gerne ins Feld geführt wird. So wurden in den letzten Jahren zum Beispiel die Versicherungskonzerne gehätschelt, die sich jetzt auch sehr brav bei der Bundesregierung bedanken – durch tausender von Arbeitsplätzen.

Auch in anderen Branchen lassen sich Belege dafür finden, dass die Geschenke des Staates zwar gerne entgegen genommen wurden, die Verantwortlichen aber vergessen haben, sich dafür erkenntlich zu zeigen (außer vielleicht durch Zuwendunegn an Entscheidungsträger).

Es ist daher also nicht nachvollziehbar, warum durch eine Steuerreform den Unternehmen erneut eine Vertrauensvorschuss entgegengebracht werden sollte. Vertrauen muss sich verdient werden. Die Firmen in Deutschland müssen erstmal den Beweis antreten, dass sie eine Unternehmenssteuerreform verdienen und nicht diese zum Anlass nehmen, ihre Profite zu erhöhen und bei der nächsten Gelegenheit die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.

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