Opfer der Blogger

Es gibt gemeinhin Webseiten, die führen bei mir zu spastischen Lachanfällen. So auch die Seite eines gewissen Herren aus Berlin, der seine feuchten Dienste offeriert. Von sich behauptet er, neben seinem fragwürdigen Nebenverdienst in der „Wehrbebrange” tätig zu sein.

Aha, was wird da so gemacht? Plakate wehrhaft gegen Beschmierungen verteidigt? Oder sollte er doch die Werbebranche meinen? Dann wird er wohl Plakate kleben, der Gute. Ist ja schließlich auch eine Tätigkeit in der Werbebranche.

Mal ganz im Ernst. Tippfehler kommen vor. In guten Zeitungen und in schlechten Blogs genauso wie in schlechten Zeitungen und guten Blogs. Würde ich pro Tippfehler einen Euro bekommen, wäre das wohl ein passables Einkommen.

Auf einer anderen Seite aber steht die Vergewaltigen der deutschen Sprache durch Menschen, die mit Grammatik und Rechtschreibung ungefähr soviel anfangen können wie ein Fisch mit einem Fahrrad. Wenn der Telefonjunge aus Berlin sich auf seiner Seite darüber beklagt, daß er Opfer der Blogger sei, dann mag das zutreffen oder auch nicht. Ich habe die ganze Sache nicht so weit verfolgt, als daß ich mich da mit einem eigenen Urteil einmischen würde. Wobei, eine eigene Meinung ist auch nicht nötigt, es finden sich im Internet schon so viele vorgefertigte zu diesem Fall.

Lassen wir an der Stelle aber die Ironie da, wo sie besser aufgehoben ist und schauen uns das an, was der Torsten so schreibt – über sich, seine Dienste und die Bösen Buben aus Kleinbloggersdorf.

So schreibt Torsten zum Beispiel folgendes über Kritiker auf seiner Webseite:

Die nächste Gruppe paar Psychoparten die nichts besseres zu tun haben als nur Müll zu schreiben ”

Da stellen wir uns doch mal ganz dumm, verkneifen uns das Lachen und überlegen, was er damit sagen möchte. Offensichtlich nicht gemeint ist, daß eine Gruppe gemeiner Blogger sich mit Psychopathen paart, denn da kommt sicherlich nur Müll raus. Es sieht eher danach aus, als ob es in Rumänien, in den Kaparten, eine besondere Volksgruppe gibt, die sich auf Psychologie spezialisiert hat. Da diese einem bizarres Hobby nachgehen, offerieren sie ihre Dienste im Tausche gegen Müll. Einzelpatienten werden jederzeit angenommen, bei einer Gruppentherapie bittet sie aber vorher um schriftliche Benachrichtigung.

Es werden sich sicher ein paar Blogger finden, die Torsten eine Reise nach Rumänien finanzieren.

Gut, nach dem das geklärt ist, schauen wir uns an, was er weiter so schreibt:

die nächste Gruppe sind ein paar Sparmer die nichts besseres zu tun haben als besonders viele Artikel zu schreiben damit.

Das ist schon fast eine „Verleubnung” der Kunden des shobblogers, die in seinem Spar-Laden einkaufen. Zu behaupten, daß diese das machen, weil sie nichts besseres zu tun haben, entspricht kaum der Wahrheit. Und wenn Björn Artikel über seinen Laden ins Netz stellt (ob ich diesen zustimmen oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt), dann nicht, weil er zu viel Zeit hat. Der Mann arbeitet wirklich hart.

.Ich selber frage mich ob Ihr Blogger es solange mit mir “ treiben “ wollt bis ich wie Dajana dursch die Paparatzis einen Unfall mit Todesfolge habt .

Spätestens an der Stelle habe ich mich dann gefragt, ob dieser Torsten nicht eine Satire-Seite betreibt und das alles ein Fake ist, den er da mit uns treibt. Sollte es wirklich ernst gemeint sein, wird Torsten mit solchen kruden Sätzen auf keinen Fall Königin der Herzen, wie die verstorben Lady Diana. Einen Unfall mit Todesfolge erlitten hat wenn dann nur sein Schreibprogramm oder zumindest die Rechtschreibkorrektur.

Da sich Torsten seiner Defizite offensichtlich bewusst ist, sammelt er auch Spenden. Allerdings verschweigt er seine Bankverbindung:

sorry meine Bankverbindung gebe ich hier lieber nicht an , bevor einer der Blogger noch einen Betrug macht und mein Konto lehren tut .

Keine Angst, Torsten, niemand wird dein Konto lehren. Ein Konto ist nämlich genauso unbelehrbar wie gewisse andere Personen.

Zum Schluss kommt dann der große Schock:

Und denkt dadran – ihr könnt alle ein Opfer der Blogger werden .

Buh! Wer hat Angst vorm schwarzen Blog? Und wenn er schreibt? Dann schreibt er…

In diesem Sinne denken wir also alle daran, daß es irgendwo dort draußen immer Leute gibt, die sich selbst zum Opfer der Lächerlichkeit machen.

Disclaimer: Ähnlichkeiten mit toten oder zufällig noch lebenden Personen in diesem Artikel sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Das schwöre ich am Grab meines toten Hundes.

[via kochwerkstatt]

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