Wurzel des Übels

Wurzel des Übels

Alarmstufe Rot im Hause Boley. Nadine hatte seit ein paar Tagen schon Zahnschmerzen, verbunden mit einer bösen Vorahnung. Diese hat sich dann heute morgen bestätigt. Es war nicht das Zahnfleisch, sondern eine entzündete Zahnwurzel.

Der Fachbegriff für das, was der Kieferchiruge dann bei Nadine durchgeführt hat, lautet Zahnwurzelspitzenresektion. Bisher ist mir das fragwürdige Vergnügen einer solchen Behandlung erspart geblieben, daher weiß ich nur vom Hörensagen, was dabei passiert. Nadine ist immer so nett und lässt dabei die blutigen Details aus – wohl wissend, daß zu viel Blut bei mir zu einer Kreislaufschwäche führt (wir hatten da in der Vergangenheit schon ein paar hässliche Unfälle meinerseits, die auf eine kleine Schnittwunde bei Nadine zurückgingen, die ich mit einem Pflaster verarzten wollte).

Jedenfalls, laut dem medizinischen Befund ist jetzt erstmal für die nächsten zwei Jahre Ruhe. Danach muß der Zahn dann wohl doch raus und durch ein Implantat (Wert: etwa der eines Mittelklasse-Gebrauchtwagens) ersetzt werden. Das wir jett schon mal dafür anfangen zu sparen dürfen, hätten wir uns eigentlich sparen können, wenn der Kieferchiruge, welcher bei Nadine vor vier Jahren schon mal die Zahnwurzel behandelt hatte, nicht so eine offensichtlichen Pfusch fabriziert hätte.

Bei mir verstärken solche Erlebnisse immer meine Skepsis vor Ärzten.

10 Replies to “Wurzel des Übels”

  1. Ich hatte mal eine Zahnwurzelentzündung im berühmten 4-6… Damals, es war so imm Frühjahr 1996, wurde dann eine Zahnwurzelspitzenresektion durchgeführt und mir gesagt, dass der Zahn nun noch 2-4 Jahre hat und dann wohl raus müsse. Am 19. Juni 2006 hat sich die Wurzel dann wieder entzündet und der 4-6 und ich haben uns entschieden getrennte wege zu gehen… Am 26. wurde er dann gezogen – 10 Jahre nach der Zahnwurzelspitzenresektion! So, und nun muss ich zum Zahnarzt – Nachschau!

  2. Ich denke, daß es sich für jeden lohnt, nach dem richtigen Zahnarzt zu suchen. Ich fahre dafür auch extra nach Bochum und weiß sogar von Patienten, die aus Berlin einfliegen. Meine Resektion ist schon ein paar Jahre her und dem Zahn geht es immer noch vergleichsweise gut, wenn man vor allem bedenkt, daß er tot ist. Zur Not einfach ne zweite Meinung einholen, bevor es der Wurzel an den Kragen geht. Zahnerhaltung sollte über allem stehen!

  3. Gute Besserung an Nadine!

    Und in Ungarn gibt es einen Ort namens… moment… nachguck… Mosonmagyaróvár (keine Ahnung, wie man das spricht), jedenfalls gibt es dort einen deutschen Zahnarzt neben dem anderen und lt. Aussagen der von uns bei der Durchreise befragten Patienten ist Zahnersatz dort nicht mal halb so teuer wie hier.

    Kann man nett mit einem Kurzurlaub verbinden, ist ne hübsche Gegend da.

  4. Erstmal gute Besserung an Nadine und Hut ab! Wenigstens nicht so ein Weichei wie ihr Freund *gg* (Upps, ich wollte vom dem doch noch was :-) ).

    Ich habe beste Erfahrungen mit meinem Zahnarzt. Würde hier zu lang werden, aber darüber könnte ich glatt mal bei mir bloggen. Da waren auch zahlreiche Wurzelbehandlungen und sogar eine richtiggehende OP dabei.

    Wir hatten immer viel Spaß miteinander (die Girls in der Praxis eingeschlossen ;-) ). Auch politisch übrigens (dauerten die Gespräche manchmal länger als die eigentliche Behandlung…)

  5. Hallo, die Wahl des richtigen Zahnarztes sollte immer gut bedacht sein. Im Internet kann man sich dazu ja schon viele Patientenmeinungen einholen. Eine wirklich weiße Weste hat dabei leider niemand.

    Eine Empfehlung, die ich geben kann: Termin zur Beratung und einem Kennenlerngespräch vor der eigentlichen Behandlung. Dann weiß man meist mehr und kann sich auf sein erstes Gefühl verlassen.

    Viele Grüße aus Hamburg

    1. Hält derzeit noch — dafür bin ich jetzt an der Reihe. Bei Zahnersatz kann man sich allerdings schlau machen im Netzt. Es gibt da deutsche Firmen, die im Ausland fertig lassen — mit zum Teil erheblichen Kosteneinsparung.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren