Wurzel des Übels

Alarmstufe Rot im Hause Boley. Nadine hatte seit ein paar Tagen schon Zahnschmerzen, verbunden mit einer bösen Vorahnung. Diese hat sich dann heute morgen bestätigt. Es war nicht das Zahnfleisch, sondern eine entzündete Zahnwurzel.

Der Fachbegriff für das, was der Kieferchiruge dann bei Nadine durchgeführt hat, lautet Zahnwurzelspitzenresektion. Bisher ist mir das fragwürdige Vergnügen einer solchen Behandlung erspart geblieben, daher weiß ich nur vom Hörensagen, was dabei passiert. Nadine ist immer so nett und lässt dabei die blutigen Details aus – wohl wissend, daß zu viel Blut bei mir zu einer Kreislaufschwäche führt (wir hatten da in der Vergangenheit schon ein paar hässliche Unfälle meinerseits, die auf eine kleine Schnittwunde bei Nadine zurückgingen, die ich mit einem Pflaster verarzten wollte).

Jedenfalls, laut dem medizinischen Befund ist jetzt erstmal für die nächsten zwei Jahre Ruhe. Danach muß der Zahn dann wohl doch raus und durch ein Implantat (Wert: etwa der eines Mittelklasse-Gebrauchtwagens) ersetzt werden. Das wir jett schon mal dafür anfangen zu sparen dürfen, hätten wir uns eigentlich sparen können, wenn der Kieferchiruge, welcher bei Nadine vor vier Jahren schon mal die Zahnwurzel behandelt hatte, nicht so eine offensichtlichen Pfusch fabriziert hätte.

Bei mir verstärken solche Erlebnisse immer meine Skepsis vor Ärzten.

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