Majestätsbeleidigung

Wer ein dünnes Fell hat, auf Anfeindungen und Satire empfindlich reagiert oder sogar die Gerichte bemüht, sollte nicht Politiker werden. Wenn ein bekanntes deutsches Satiremagazin einen Politiker mit einem frechen Spruch auf die Titelseite bringt, hat das im allgemeinen wenig mit verletzten Persönlichkeitsrechten zu tun.

Daher zeigt der Fall Kurt Beck gegen TITANIC eigentlich nur, wie humorlos deutsche Politiker geworden sind. Es stellt sich der Eindruck ein, daß einige von ihnen am liebsten wieder den Straftatbestand der Majestätsbeleidigung einführen möchten.

Wie harmlos im Grunde das Titelbild der aktuellen Ausgabe von TITANIC ist, zeigt dieses nachgestellte Bild (das Original gibt es noch am Kiosk oder auf der Webseite des Verlages):

Die Bestie


Wer da nicht schmunzelt, geht auch sonst zum lachen in den Keller. Vermutlich ist aber die Absicht, die hinter der Klage steckt eine ganz andere. Kurt Beck will den Menschen in Deutschland einfach vor Augen führen, daß sie künftig nichts zu lachen haben werden.

[via law blog]

Kommentar verfassen