Illegale Kaffeepads

Illegale Kaffeepads

Zu den Menschen gehörend, die sich morgens vor der ersten Tasse Kaffee (oder Tee) im Status „nicht ansprechbar” befinden, ist mir auch bisher noch nicht aufgefallen, daß sich bei unseren Kaffeepads was verändert hat. In der Regel befinden sie die Pads in einer dieser neuschicken Metallröhren mit Deckel (auch Dose genannt) und nicht mehr in der vom Hersteller vorgesehenen Verpackung.

Daher ist es mir auch erst gestern aufgefallen, daß der von uns derzeit konsumierte Caffe Crema von Jacobs einen neuen Aufkleber auf der Packung hat. Dort steht explizit „Nicht geeignet für Senseo- und Petra Kaffeepadmaschinen”. Da bereits einige dieser Pads aus der Packung ihren Weg in unsere Senso gefunden haben und einen schmackhaften Kaffee ergaben, kann ich die Aussage des Aufklebers aus meiner Sicht nicht bestätigen.

Das schöne an Aufklebern ist, daß sie sich abknibbeln lassen – etwas, was ich schon als Kind immer gerne getan habe. Jedenfalls, unter dem Aufkleber verbarg sich eine andere Information:

Aus patentrechtlichen Gründen werden unserer Kaffepads zur Zeit nicht für die Verwendung in Kaffeepadmaschinen der Marke Philips/Senseo angeboten.”

Der Aufkleber darüber verheißt nichts Gutes. Vermutlich sieht es nach einer Niederlage für Jacobs aus. Mich erinnert das Ganze stark an die Druckerhersteller, die auch mit allen Mitteln verhindern wollen, daß Dritthersteller Nachbauten ihrer Druckerpatronen auf den Markt werfen.

Einen Unterschied gibt es jedoch dabei: Der Kaffee von Jacobs schmeckt mir besser als der von Douwe Egberts.

5 Replies to “Illegale Kaffeepads”

  1. @killercup: Das ist vermutlich auch die beste Methode. Wir haben für den großen Kaffeedurst am Nachmittag so einen Quetschkanne von IKEA. Unser Eindruck ist jedoch, daß bei der Produktion minderwertiges Material verwendet wurde, waß zu einer chemischen Reaktion mit dem Kaffee führt. Schon nach kurzer Zeit hat Kaffee daraus einen leichten, metalischen Beigeschmack.

  2. Außerdem ist die ständig nötige Reinigung der Vollautomaten auch nervend und kostet mehr Zeit als die Automatik spart.

    Ich finde die Senseos sind ein guter Kompromiss. Außerdem ergeben sie ein weiteres Erstklassiges Zweitprodukt. Kompost für unsere Rosen… :O)

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren