Illegale Kaffeepads

Zu den Menschen gehörend, die sich morgens vor der ersten Tasse Kaffee (oder Tee) im Status „nicht ansprechbar” befinden, ist mir auch bisher noch nicht aufgefallen, daß sich bei unseren Kaffeepads was verändert hat. In der Regel befinden sie die Pads in einer dieser neuschicken Metallröhren mit Deckel (auch Dose genannt) und nicht mehr in der vom Hersteller vorgesehenen Verpackung.

Daher ist es mir auch erst gestern aufgefallen, daß der von uns derzeit konsumierte Caffe Crema von Jacobs einen neuen Aufkleber auf der Packung hat. Dort steht explizit „Nicht geeignet für Senseo- und Petra Kaffeepadmaschinen”. Da bereits einige dieser Pads aus der Packung ihren Weg in unsere Senso gefunden haben und einen schmackhaften Kaffee ergaben, kann ich die Aussage des Aufklebers aus meiner Sicht nicht bestätigen.

Das schöne an Aufklebern ist, daß sie sich abknibbeln lassen – etwas, was ich schon als Kind immer gerne getan habe. Jedenfalls, unter dem Aufkleber verbarg sich eine andere Information:

Aus patentrechtlichen Gründen werden unserer Kaffepads zur Zeit nicht für die Verwendung in Kaffeepadmaschinen der Marke Philips/Senseo angeboten.”

Der Aufkleber darüber verheißt nichts Gutes. Vermutlich sieht es nach einer Niederlage für Jacobs aus. Mich erinnert das Ganze stark an die Druckerhersteller, die auch mit allen Mitteln verhindern wollen, daß Dritthersteller Nachbauten ihrer Druckerpatronen auf den Markt werfen.

Einen Unterschied gibt es jedoch dabei: Der Kaffee von Jacobs schmeckt mir besser als der von Douwe Egberts.

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