Hoffentlich Arroganz gesichert

Da meinem persönlichen Eindruck zu Folge das WordPress-Plugin semmelstatz zu sehr aus dem Ruder läuft und nach drei Tagen und knapp über 300 Besuchern bereits 400kb in der Datenbank belegt hatte, habe ich es wieder abgeschaltet. Der „freundliche” Support erwies sich dabei auch nur als suboptimal zu Problemlösung.

Im Grunde ist es eigentlich schade, auf das Plugin zu verzichten, da die Statistiken aussagekräftig waren und vor allem die Integration in WordPress mir sehr gut gefallen hat. Was ich aber nicht mag ist die fehlende Kontrollmöglichkeit in Bezug auf den Speicherbedarf der Daten.

Meines Erachtens sollte ein Statistiktool eine Grundregeln im Umgang mit der Datenbank beachten, um schonend mit den Ressourcen umzugehen. Zunächst einmal gibt es nicht eine Tabelle für alles, sondern mindestens fünf: fortlaufende-daten, täglich, wöchentlich, monatlich und überlauf_daten.

In der Tabelle fortlaufende-daten werden die Daten wie bisher bei semmelstatz gespeichert. Am Ende eines Tages werden die kumulierten Daten (Visits, Hits und die Top 10 Listen) in die Tabelle täglich geschrieben. Nach einer Woche gibt es eine Zusammenfassung der täglichen Daten für die Tabelle wöchentlich und so weiter.

Für jede Tabelle lässt sich einstellen, wie lange die jeweiligen Daten gespeichert werden soll. Wird der Zeitraum überschritten, wird von hinten gelöscht. Da erfahrungsgemäß bei den fortlaufenden Daten am meisten Speicherbedarf anfällt, lässt sich für diese Tabelle noch explizit eine maximale Speichergröße festlegen. Wird diese überschritten, werden die Daten von hinten gelöscht und ein Zwischenergebnis für die Tagessstatistik in der Tabelle überlauf_daten gespeichert.

Ideal wäre noch eine Exportfunktion für die Tabellen, um die Daten als CSV speichern und mit anderen Tools wie zum Beispiel Crystal Reports auswerten zu können.

Ein Nachteil allerdings bleibt bestehen: Ein solches Plugin würde auch bei jedem Aufruf einer WordPress-Seite schreibend auf die Datenbank zugreifen. Bei hoher Besucherzahl wirkt sich das unter Umständen auf die Gesamtperformance aus. Nicht ohne Grund verwenden wohl auch deshalb viele Bloger lieber einen JavaScript-Counter eines externen Anbieters, was im Zweifelsfall immer die sicherer Wahl ist.

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