Höhenflug

Höhenflug

Der Shopblogger hat den Begriff „Shopblogger” als Marke beim Deutschen Patentamt in München eintragen lassen. Es wird sich bei künftigen Berichten über den Shopblogger® also die Frage stellen, ob bei allzu kritischen Berichten nicht eine Abmahnung ins Haus flattert. Schließlich ist es Auslegungssache, was mit einer Aussage wie „Es geht nur um solche Leute, die alles machen, um sich auf fremder Leute Kosten zu bereichern.” alles gemeint sein kann. Denn auch wer über den Shopblogger® schreibt, bereichert sich auf seine „Kosten” um zusätzliche Hits. Interessant ist auch, ober der Shopblogger® künftig eine ähnliche Linking Policy wie das Bundesgesundheitsministerium anstreben wird.

13 Replies to “Höhenflug”

  1. „Denn auch wer über den Shopblogger® schreibt, bereichert sich auf seine „Kosten” um zusätzliche Hits.“

    Ich vermute, dass das eine nicht haltbare Position wäre. Denn was machen den die ganzen Magazine wie Intouch, Gala etc? Sie nennen Prominamen und hoffen so auf Käufer. Solange die Texte dazu faktenorientierte Berichterstattung sind und die Meinung nicht als Schmähkritik gesehen werden kann, ist das Registrieren einer Marke diesbezüglich egal.

  2. Ich lass mich da einfach mal überraschen. Schmähkritik habe ich bisher ja zum Gück nicht über ihngeschrieben – mir aber wohl berechtigte gedanken zu seinen Artikeln gemacht.

  3. Naja, ich glaube, der Shopblogger® ist nicht ganz so dünn im Kortex beseelt wie unser Freund Papa Klum, der in seinen besten Tagen eifrig die Abmahnwelle ritt, nur weil man das Wort „Klum“ nutzte. Jener hat sich in dieser Zeit ja auch eher tendentiell mit der Fressluke dem Bürgersteig genähert, um es mal durch die Blume zu sagen.

    Generell spricht ja nichts dagegen, sich Begrifflichkeiten als Marke schützen zu lassen – vor allem nicht, wenn diese tatsächlich bereits „geprägt“ wurden, sprich, einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Da ist so ein bisschen Vaterstolz auch durchaus berechtigt. Ich denke, es kommt eben eher darauf an, WER da jetzt hinter der Marke steckt als darauf, DASS es überhaupt eine Marke ist. Alles andere wäre ja auch Schubladendenken und würde bedeuten: jeder, der sich eine Marke schützt, ist ergo auch ein böser Schrägstrich selbstsüchtiger Mensch. Genau wie alle Musiker Drogen nehmen und alle Deutschen Sauerkraut und Bratwurst toll finden. Und alle Amis sind Republikaner und haben George W. gewählt. Naja, so in der Richtung zumindest.

    Generell gesehen finde ich das Markenrecht allerdings eher praktisch, wenn es denn nicht zum Abmahnwahn missbraucht wird.

  4. Nein generell spricht nichts gegen den Schutz einer Marke. Nur: Ich sehe einfach eine gewisse Form der Entwicklung beim Shopblogger. Von einem anfänglich interessanten und witzigen Blog rund den Alltag im Supermarkt zu – ja zu was eigentlich? Wer ein wenig die Suchfunktion nutzt, stolpert sicher über den einen oder anderen Artikel über den Shopblogger. Mein ganz persönlicher Eindruck ist der, der durch den Titel dieses Artikels zum Ausdruck gebracht wird. Meiner meinung nach geht es beim Björn Harste nur noch um so viele Besucher wie möglich, egal zu welchem Preis. Seine Seele hat er aus meiner Sicht schon längst verkauft.

  5. Na gut, das wiederum kann ich leider nicht beurteilen, weil ich nur einmal aus Neugier beim SB gelandet bin. Witzige Idee, aber nicht soooo aufregend oder intellektuell stimulierend, als dass man sich das hätte unbedingt bookmarken müssen.

    Das Problem mit dem „möglichst viele Besucher“ hingegen ist leider ein all zu menschliches und hat zumeist mit Aufmerksamkeits-Defiziten zu tun, ohne jetzt dem Betreiber etwas unterstellen zu wollen. Manchmal wird man ob des Erfolges auch einfach nur gierig nach mehr. Die Ursachen sind aber die gleichen. Behaupte ich einfach mal so als unwissender Hobby-Psychologe. ;-)

  6. (argh.. eben wurde der Kommentar gelöscht, weil die Matheaufgabe falsch gewesen sein soll, aber 7+6 macht bei mir immer noch 13 ;) )

    Was ich zuvor jedenfalls ungefähr geschrieben habe: gelesen und verstanden. Scheint, als müsse da jemand stereotype Vorurteile bedienen, um sich selbst darüber als „besser“ zu definieren.

    Würde aber auch ganz gut mit den genannten Aufmerksamkeits-Defiziten passen.

  7. Dabei ist das schon die neuste Version des Mathe-Plugins…

    Ich kopier meien Kommentare immer zur Sicherheit in die Zwischenablage, da mir so was bei anderen Blogs auch schon mal passiert.

    Bei den Aufmerksamkeits-Defiziten stimme ich dir völlig zu.

  8. Also ich wehre mich vehement gegen das Wort Aufmerksamkeits-Defizit. Als „Inhaber“ des gleichnamigen Syndroms finde ich es unpassend, wenn dieses Wort als quasi Schimpfwort oder aber anderweitig abwertend verwendet wird.

    Eine Frage habe ich allerdings, wieso liest du das Blog vom Shopblogger überhaupt noch? Ich hatte einen deiner neueren Einträge so verstanden, daß Dich das Ganze sehr nervt? Du hast doch sogar den Link aus deiner Blogroll geschmissen. Deswegen verstehe ich nicht, warum Du das Blog zum einen noch liest und zum anderen darüber berichtest. :)

    (Dein Plugin rechnet falsch. :P)

  9. Wo rechnet es falsch? Es ist ja nicht mein Plugin, sondern nur eins, was ich verwende (jedenfalls momentan noch).

    Zum Shopblogger: Ich habe nur gesagt, daß ich ihn aus der Blogrolle rauswerfe, aber nicht, daß ich ihn nicht mehr lese. Natürlich nerven mich seine Einträge – genau wie mich politische Entscheidungen nerven. Auch wenn ich hier keinen Link auf Seiten der CDU, SPD oder ähnliches habe, rege ich mich trotzdem über ihre Politik auf.

    Siehe diesen Beitrag einfach als eine Art Gegenöffentlichkeit (ich weiß, es hinkt, da ich nicht mal den Bruchteil der Leser habe, die der Shopblogger aufzubieten hat).

  10. Uahh, dieses Mathe-Plugin schafft mich. Solltest Du meinen eben verloren gegangenen Text noch haben, darfst Du ihn gerne hier veröffentlichen. Ich bekenne mich schuldig, denn ich habe die Aufgabe vergessen zu lösen, danach war dann alles weg. Nochmal tippe ich das aber nicht.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren