Bundesarbeitsdienst

Auch wenn angesichts der Temperaturen die Vermutung nahe liegt, es handele sich nur um ein vorgezogenes Thema zum Stopfen des Sommerlochs, ist davon auszugehen, daß der CSU-Bundestagsabgeordneten Stefan Müller mit seiner Äußerung zum Arbeitseinsatz von Langzeitarbeitslosen eher auf einer allgemeinen Trendwelle reitet. Denn die Melodie wird nicht zum ersten Mal gespielt. Wohl aber aber schlagen diesmal kräftig braune Töne durch, wenn es heißt:

„ Alle arbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen müssen sich dann jeden Morgen bei einer Behörde zum ‚Gemeinschaftsdienst‘ melden und werden dort zu regelmäßiger, gemeinnütziger Arbeit eingeteilt – acht Stunden pro Tag, von Montag bis Freitag.”

Dieser Gemeinschaftsdienst soll nach dem Willen des CSU-Politikers verpflichtend für alle Hartz-IV-Empfänger sein. Diese Art von Arbeitsbeschaffung stigmatisiert nicht nur, sondern sie steht auch im Widerspruch zum Grundgesetz, wie beim Schockwellenreiter zu lesen ist. In Artikel 12, Absatz 2 und 3 heißt es:

(2 )Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Mich hat diese Forderung nicht zum ersten Mal maßlos geärgert und es auch nicht das mein erster Beitrag zum Thema. Es ließen sich viele Argumente finden, um sich sachlich mit dem Arbeitsdienst auseinander zusetzten – auch wenn es mir zunehmend schwer fällt ruhig zu bleiben. Im Blog von Martin Kausch fand ich eine Anregung, es auf eine andere Art und Weise zum Ausdruck zu bringen, denn nicht ohne Grund gibt es die Redensart, daß ein Bild mehr als tausend Worte sagen würde:

Bundesarbeitsdienst


Da das Bild im Original eine Illustrator-Datei ist, lässt es sich auch entsprechen vergrößern. Ich überlege zur Zeit ernsthaft, ob ich mir nicht via Spreadshirt ein T-Shirt damit bedrucken lasse. Zumindest wäre ich dann für den künftigen Einsatz an der Arbeitsfront gerüstet.

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