Unterwegs von A nach B

Allgemein wird gesagt, daß die direkte Verbindung zwischen zwei Punkten eine Gerade ist. Für Niederrheiner ist bekanntlich bereits der Weg das Ziel und Umwege (von Hölzchen auf Stöckchen) gehören einfach dazu – nicht nur in der Kommunikation. Das schöne dabei ist der enorme Mehrwert, den solche Umwege bieten. Die geschärften Sinne (denn am Niederrhein verdecken keine lästigen Berge den Blick) entdecken immer wieder Interessantes und Neues.

Nach der etwas abschweifenden Einleitung nähern wird uns so langsam dem eigentlichen Thema. Gestern habe ich im Pottblog von Jens einen aufschlussreichen Artikel über Links zweiter Klasse gelesen. Von Hause aus werden sämtliche Links in den Kommentaren von WordPress mit dem Attribut „nofollow” versehen. Was auf den ersten Blick dazu dient, SPAMern Einhalt zu gebieten (was bekanntlich erst mit den entsprechenden Zutaten wie Askimet und anderen netten Plugins gelingt), verhindert die Erfassungen der Links durch Suchmaschinen. Wenn also jemand mit einem Kommentar seine eigene Blog-URL hinterlässt, wirkt es sich nicht auf das Pageranking seiner Seite aus (was es eigentlich sollte). Wer näheres dazu lesen möchte, folgt einfach dem Link zum Pottblog.

Mittlerweile ist bei mir auch das „nofollow” abgeschaltet – dank eines Plugins.
Allerdings nicht das beim Pottblog erwähnte, sondern ein kleines, nahezu unscheinbares Plugin, welches sich bereits im WordPress-Paket befindet und nur darauf wartet, daß es aktiviert wird: Follow URL

WordPress API Spickzettel

Neugierig, was sich dahinter verbirgt, folgte ich dem weißen Kaninchen, bzw. in diesem Fall dem Link zur Seite des Autors. Dort lässt sich eine Menge nützliches (und leider extrem viel Werbung, die das Lesen erschwert) zum Thema WordPress finden. Unter anderem gab es dort einen Artikel zu zwei nützlichen Spickzetteln für alle diejenigen, die Plugins in WordPress entwickeln.

Das war aber noch nicht alles. Mehrfach habe ich (unter anderem in deutschen WordPress-Forum) meinen Unmut über den Diebstahl fremder RSS-Feeds und deren kommerzielle Nutzung geäußert (erinnern wir uns an dieser Stelle an das unappetitliche ArchivBlog).

Daher hat es mich zunächst einmal gefreut, als ich auch Angsuman’s Feed Copyrighter Plugin gestoßen bin. Weniger erfreut war ich über die rudimentäre Konfigurationsmöglichkeit direkt im Quelltext des Plugins sowie die penetrante Werbung für den Autor in sämtlichen RSS-Feeds, die das Plugin mit dem Copyright-Brandzeichen versieht. Ebenfalls störende war die Kollision mit Jerome’s Keywords Plugin, die sehr unschön an den Copyrighthinweis drangeklatsch wurden (zur Zeit noch sehr schön so sehen im Feed von Martina Kausch).

Da ich mich ja ein klein Wenig auskenne mit WordPress und der Entwicklung von Plugins, habe ich auf der Grundlage des Plugins von Angsuman Chakraborty mein eigenes Copyright-Plugin entwickelt: copyTOfeed (zu finden unter ‚Kram‘).
Es lässt sich über Einstellungen->©-Text modifizieren, hat keine nervende Werbung und berücksichtigt Jerome’s Keywords.

Das erstaunliche am Niederrheiner ist, das er, wenn er denn mal bei B ankommt, nicht mehr genau weiß, auf welchem Weg er dorthin gelangt ist. Ich weiß auch nicht, wie ich von „nofollow” ausgerechnet zu einem neuen Plugin gekommen bin. Die Jungfrau Maria lasse ich aber an dieser Stelle aus dem Spiel, denn das würde nun wirklich zu weit führen.

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