Glaubwürdigkeit tanken

Glaubwürdigkeit tanken

Wenn es nicht so peinlich wäre, würde ich jetzt lachend auf dem Boden liegen, denn was DonAlphonso schreibt, kann einem glatt dir Tränen in die Augen treiben:

„NEBEN DISKUSSIONEN IST GLAUBWÜRDIGKEIT IST ZWAR DER TREIBSTOFF DER BLOGOSPHÄRE, ABER KEIN PRODUKT, DAS MAN EINFACH ABZAPFEN KANN.”

Mein Gott! Die Bundesregierung beschließt die größte Steuererhöhung seit langem, in Afrika verhungern tausende von Kindern und die Lage im Irak spitzt sich weiter zu und ihr habt nichts anders zu tun als solche Debatten zu führen? Ein echt armes Land, was mit solchen „Intellektuellen” gestraft ist.

Lasst die vier doch einfach ihren gesponserten Opel fahren. Und wenn ihr euch aufregen wollt, dann meinetwegen über die Umweltverschmutzung durch die Autoabgase. Alles andere ist einfach lächerlich. Als ob jemand, nur weil er einen Blog betreibt, sich dem moralischen Kodex von Kleinbloggersdorf (was neben bei bemerkt immer mehr Züge von Krähwinkel bekommt) unterwerfen muß. Etwas mehr Gelassenheit und Ruhe wäre manchmal durchaus angebracht. Auch wäre es ein netter Zug, anderen einfach mal was zu gönnen. Denn was immer wieder bei der Debatte durchschimmert, ist das hässliche Gesicht des Neids.

13 Replies to “Glaubwürdigkeit tanken”

  1. Wie eigentlich ausdrücklich schon betont: ich fahre einen offenen italienischen Sportwagen, mitunter auch in Italien, mit viel PS, und kann mir das auch leisten. Über Dünkel können wir reden, aber Neid gegenüber einem Opel Diesel ist lachhaft.

  2. Glaubt man den einschlägigen Zirkeln meines Clans, so ist es mein Dad, der zahlt. Und ich sage: Mein Dad ist besser als Opel. Und zahlt länger. Eigentlich schon immer :-)

  3. Ich blogge, weil ich bin. Egal ob L, M, oder AA-Blogger. Wenn es um die Sinnhaftigkeit des Bloggens geht: Ist zwar nicht weltentscheidend (sowas darf nur der Weltherrscher), macht aber Spaß. Richtig wichtig aber sind andere Themen.

    Andererseits, was Spaß macht, verändert die Sichtweise. Und davon gibt es jede Menge. Also auch die der Opel-, Ferrari-, Handy-, Coca-Cola-Blogger. Hauptsache, man kann über sich selbst lachen und dabei genügend Zeit für andere (Themen) finden.

  4. ich hab es schon mal geschrieben, aber es kam nicht durch.

    mainbube, ehrliche Antwort eines halben Insiders, dem durchaus klar ist, dass man auch über ihn nachgedacht hat: Ich hätte nein gesagt.

    1.Weil ich zwar Nico Lumma vertraue, aber nicht den ausführenden Firmen, besonders nicht Opels Werbeklitsche, die ich für einen abgetakelten Deppenverein halte. Sage ich als jemand, der schon mal die Folgen einer von denen vergeigten Kampagne bei einer gescheiterten Firma gesehen habe. Gut, das waren auch Pfeifen und es war eine andere zeit, aber mit Versagern gibt man sich nicht zweimal ab, wenn man gut ist. Ich behaupte gut zu sein.
    2. Ich schreibe auch PR. PR, wenn ich von den Zielen eines Ladens überzeugt bin, und dann je nach deren Leistungsfähigkeit. Weil ich gut bin, bin ich bei Firmen wie GM teuer. Eure Aufwandsentschädigung reicht bei meinem jetzigen Job für 2 journalistische Beiträge, oder 1 PR-Beitrag. Und das wäre noch ein Sonderangebot für Nico Lumma. Ich kann mir diese Haltung leisten, ich bin ja kein unterschichtiger Vertriebler, der Videos von seinem Zuhälterwanderl ins Netz stellt.
    3. Ich sage: „Firmen wie GM“. Ich sage nicht GM. Mein erster Wagen war zwar von GM, aber ein Oldsmobile Delta 88 mit supercharged 5,7 Litern und Powerdome BJ 73 mit 40 Litern auf 100 Kilometer im Alter von 19 Jahren zwei Monate in Californien zu fahren ist was anderes als einen Opel kASTRAt hier und jetzt. Sorry, langweilt
    4. Ich finde die Idee mit vier Bloggern bescheuert, zumal die beiden Gaudiblogger. Ein Mann, ein Auto, eine Strasse, eine Geschichte. Alles andere ist nicht artgerecht. Weder für die Karre, noch für mich, noch für meine Schreibe.
    5. Und die geschichte finfet ausschliesslich im speziellen Blog statt, über das nur ich die Kontrolle habe.

    Das wären, grob gesagt, die Vorraussetzungen, unter denen ich als normaler Autor, der ich bin, für eine normale Firma arbeiten würde. Das ist nicht käuflich, es ist ein normaler Job. Alles andere ist nicht PR-Prostitution, weil für Prostitution zu wenig Geld rüberkommt. Es ist Vergewaltigung, und es ist nur Gerecht, dass es sich auch so liest, zumindest bei den beiden, die nicht zum No brain No pain team gehören.

  5. „Denn was immer wieder bei der Debatte durchschimmert, ist das hässliche Gesicht des Neids.“

    sehr schöne bestandsaufnahme. neid ist eine großartige deutsche „tugend“.

  6. Alter Schwede, die Diskussion ist noch aktuell?

    Die Neid-Geschichte unterschreibe ich voll und ganz – schließlich hatte jeder, der Interesse zeigte, die Möglichkeit einen Opel zu testen, wenn auch nicht vier Wochen (bei Wirres gab’s damals den entsprechenden Link zu dieser Opelaktion).

    Die PR-Argumentation überzeugt nicht. Denn hätte Opel eine „professionelle PR“ gewollt, hätten sie sich sicherlich an einen „professionellen PRler“ gewandt.

    Opel wollte keinen „normalen Autor“, Opel wollte keinen „normalen Job“ vergeben. Opel macht ein Experiment, bei dem es so gut wie keine Grenzen gibt. Das Risiko, innerhalb von PR-Kreisen oder viel wichtiger: dem Endverbraucher nicht so gut anzukommen (aufgrund der Schreibe?), liegt vollkommen bei Opel, was nichts mit PR-Prostitution oder -Vergewaltigung zu tun hat.

    Gerade weil hier keine PRler, sondern Gaudiblogger schreiben, ist es ja so schön anzusehen. Weil ich weiß, daß das kein „normaler Job“ für sie ist und ich damit rechnen kann, daß sie ihren Text nicht gelangweilt und routiniert einfach so runterspulen (innerhalb einer vorgegebenen Zeichenzahl; innerhalb eines vorgegebenen Stils – magazintauglich eben); weil die Bedingungen, unter denen sie es tun, transparent gelegt wurden.

    Weil ich Gaudileserin bin.

  7. @A-Heldin :Ich hoffe, daß die Disskusion sich mittlerweile totgelaufen hat wobei es interessant würden dürfte, wenn Porsche einem Blogger ein Auto zur Verfügungen stellt. Dann schlagen die Welle möglicherweise noch höher.

    Als Testfahrer würde ich mich, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, gerne zur Verfügung stellen :-)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren