Die richtige Partykleidung

Die richtige Partykleidung

Kaum haben sich die ersten Wogen wieder geglätet, dieß die tageschau erneut Öl ins Feuer. In dem Artikel „Schluss mit dem „Partyort“ Schule” wird über die angeblich erfolgreiche Einführung von Schulkleidung in Hamburg berichtet.

Gegen Schuluniformen und Schulkleidung spricht aber nicht nur, daß wird mit dem NAZI-Regime und der DDR bereits zwei Staatsformen hatten, die der Jugend ihre Uniformen aufgezwungen haben – freiwillig ist etwas nur, wenn bei Verweigerung keine Nachteile entstehen.

Schulkleidung dient nicht nur dazu, die persönliche Entfaltung einzuschränken, sondern sie sorgt auch dafür, daß soziale Unterschiede betont werden. Als genau das Gegenteil von dem, was manche Politiker behaupten. Wie wirkt wohl die „Uniform” elitären Gymnasiums im Vergleich zu der einer Hauptschule? Und was ist mit Sonderschulen? Da werden dann doch Menschen sichtbar stigmatisiert.

Es wäre daher besser, das Thema Schuluniformen schnell wieder zu vergessen und den Kindern und Jugendlichen ihre Freiheit zu lassen.

3 Replies to “Die richtige Partykleidung”

  1. Tja, das gab wirklich einen Aufschrei als die Sinstorfer vor 6 Jahren auf freiwilliger Basis ihre Schulkleidung – bewußt nicht Schuluniform – eingeführt haben… In diesem Sommer beginnt das 7. Jahr damit und alle Schüler tragen die Schulkleidung… In der Orientierungsstufe, in der Haupschule, an der Realschule und alle tragen die gleiche Schulkleidung, keine Unteschiede zwischen der Haupt- und Raelschule! Und auch 2 Harburger Gymniasien haben inzwischen freiwillige Schulkleidung – sie wird „nur“ von ca. 80% der Schüler getragen und es ist fast die gleiche Kleidung wie an der Haupt- und Realschule, nur halt ne andere Farbe und die eigenen Schullogos und als ich mal den Schulsanitätsdienst an einer Sonderschule in Hamburg aufgebaut habe, da haben viele Schüler auch T-Shirt und Sweet-Shirt ihrer Schule getragen – vreiwillig und gleiche Machart wie die Haupt-, Real,- und Gymnasialschüler!

    Die Schüler identifizieren sich mit ihrer Schule, der Zusammenhalt an den Schulen ist gewachsen und es gibt weniger Gewalt untereinander – das hat Sinstorf eindeutig bewiesen! Allerdings ist an allen Schulen die ich kenne, die Schulkleidung auf freiwilliger Basis eingeführt worden und es ist keine Uniform im herkömmlichen Sinne! Wenn die Politik Schuluniformen „anordnet“, dann geht das in vielen Fällen sicherlich nach hinten los!
    Aber wegen unserer Geschichte sollen wir gute Ansätze nicht nutzen dürfen…??

  2. Ich sags mal anders…

    Und wer bezahlt die jährlich, teils halbjährlich neu zu kaufende Schuluniform? Ich der Papa darf zusätzlich zum erhöhten Kindergartenbeitrag, Schulgeld, Wegfall der Pendlerpauschale, erneute Verteuerung der Grundnahrungsmittel, Mehrwertsteuererhöhung, Phantasiesteuern auf Haus und Grund, Spritpreisen, Erhöhung der Versicherungststeuer, Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, bis zu 160 € Praxisgebühr im Jahr usw auch noch 2mal im Jahr eine neue Schuluniform kaufen???

    Ihr habt echt alle einen an der Ratsche!

    Identifikation läuft nicht über Uniformität, auch wenn konservative wie progressive Kräfte das den Eltern weißmachen möchten, sondern über Einbindung der Schüler in Ihrer Schule, Einbindung der Eltern in schulische Angelegenheiten und offenem Umgang mit allen Problemen, die im Schulalltag auftreten, die dann alle 3 „Parteien“ gemeinsam lösen.

    Das ist ungefähr genauso dämlich wie „nur ein Bänker mit Schlips und Anzug wirkt seriös und Vertrauenerweckend“.

    Ich dachte, Familien sollten entlastet werden…

  3. @cozmic: Das Familien entlasten werden ist schon richtig. Du weisst doch, der schnöde Mamon ist Ballast auf dem Weg zu wahren Erleuchtung, also hilft uns der Staat, damit wird möglichst wenig von diesem Ballast mit uns rumschleppen müssen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren