Männer hassen Bücher

Am 23. April ist der „Welttag des Buches”, wie tagesschau.de schreibt. Laut PISA-Studie sei, wie es weiter heißt, belegt, daß Jungen und Männer deutlich weniger lesen als Frauen. Ich möchte das auf keinen Fall pauschalisiert sehen, zumal ich (als Mann) Bücher geradezu verschlingen.

Auf der anderen Seite erlebe ich aber fast täglich, daß es eins gibt, was Männer noch weniger lesen als Bücher: Bedienungsanleitungen.

Während Frauen diese gewissenhaft durcharbeiten und anschließend in der Lage sind, ohne Hilfe alleine zurecht zu kommen, gehen Männer ganz anders vor. Sie fangen erstmal an. Schließlich kann das ja nicht so schwer sein. Außerdem ist Mann furchtbar ehrgeizig.

Erst wenn dann gar nichts mehr geht und in den meisten Fällen schon alles ruiniert ist, wird ein misstrauischer Blick in das Handbuch geworfen, nur um sich dann sofort lauthals darüber zu beschweren, wie schlecht dies sei.

Meiner Meinung nach hat das weniger mit einem Rollenbild (oder Klischees) zu tun, sondern schlicht und einfach mit einem genetisch Defekt. Ohne Frauen mit viel Geduld, die den Männern dann mittels Anleitung Sachen aufbauen, programmieren etc., wäre meine Gattung wahrscheinlich schon längst an ihrem eigenen Unvermögen zu Grunde gegangen.

Frauen sind jedoch nicht völlig auf Geschriebenes fixiert. Das zeigt sich häufig dann, wenn es um die Wahrnehmung von Schildern und Warnhinweisen geht. Da diese aber überhaupt keine Ähnlichkeit mit einem Buch mehr haben, ist das an dieser Stelle wohl ein völlig anderes Thema.

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