Battlestar Galactica

Battlestar Galactica

Gestern lief der Pilotfilm zu Battlestar Galactica bei RTL II. Rein netto waren das 90 Minuten Film und rund 30 Minuten Werbung. Also (aufgepasst, Frau Merkel) 120 Minuten brutto. Subjektiv empfunden gab es mindestens vier Werbeunterbrechungen.

Obwohl ich eigentlich dankbar sein sollte für die viele Werbung. Sie lenkte nämlich ab von der Serie, die ein schlechter Abklatsch des Originals ist. Abgesehen von nicht vorhandener schauspielerischer Leistungen und grandiosen Fehlbesetzungen brillierte die Neufassung durch detailliertes Kopieren. Starbuck, im Original männlich, ist jetzt weiblich was nicht weiter schlimm wäre. Wenn aber nicht nur die Spielleidenschaft, sondern auch das Rauchen von Zigarren bis in jede Geste hinein kopiert wird, wirkt das affig bis billig.

Am meisten irritiert aber der Cylon in Menschengestalt, in weiblicher Menschengestalt. Es entsteht der Eindruck, daß irgendjemand davon überzeugt gewesen ist, ohne ein langbeiniges blondes Etwas mit Titten könnte die Serie kein Erfolg werden. Einfach nur schauerlich. Die Effekte wirken wie die ersten Gehversuche von Filmhochschulabsolventen. Schlaff und abgestanden kommt auch der Sound rüber. Der Gesamteindruck: Umspektakulär und Überflüssig. Wer das Original kennt, wird das Remake hassen.

7 Replies to “Battlestar Galactica”

  1. Ist das nicht schon seit rund 10 Jahren das Problem amerikanischer und britischer Science Fiction Fernsehproduktionen?

    Seit Star Trek Next Generation kam doch, mal ganz ehrlich angemerkt, nur noch SF SCHROTT im Fernsehen.

    Anstatt das sich fähige Leute mal hinsetzen und Klassiker wie Lensmen oder Foundation in ein gutes Format gießen werden reihenweise Soapformate in SF verwandelt und als neuer Kult gepriesen. Dabei wird sich noch fröhlich bei TwilightZone und AkteX bedient um das ganze auch ein bischen zu mystifizieren und fertig ist der SF Einheitsmüll. Da verzichte ich doch lieber auf Computertricks und sehe mir so geniale Serien wie Raumpatroullie Orion oder die kultigen alten Dr. Who zum 100. mal an.

    Kennt eigentlich noch jemand Mork vom Ork?

  2. Besser hätte ich es nicht formulieren können. Dieser blonde Cylon ist eine Gestalt, deren Sinn sich mir noch nicht erschlossen hat. Außer der von der beschriebene… Einfach nur furchtbar, das Ganze.

    Obwohl ich manchmal Angst habe, in das Alter zu kommen, in dem man sagt, dass früher sowieso alles besser war. Hm. Wars ja irgendwie auch. ;-)

  3. Der Pilot ist echt nicht gut gewesen. Ich habe aber mittlerweile die ersten beiden Seasons geguckt und finde die Serie richtig gut. Man sollte auf jeden Fall am Ball bleiben. Sie ist anders als die alte Serie, aber die bestach ja auch eher durch ihren B-Movie Charakter. Mir gefällt die neue nach ein paar Folgen Eingewöhnung umeiniges besser.

  4. @Cozmic: Ganz genau! Und was meinst du, wie oft ich mich schon bei genau denselben Sprüchen meinen Kids gegenüber erwischt habe. Da tut strenge Selbstkontrolle not. Wäh! ;-)

    Die Serie hat bei mir genau drei Chancen. Wenns mir beim dritten Teil immer noch nicht gefällt, warte ich auf die nächste Stargate-Staffel.

  5. He Leute, mal ganz ehrlich das einzige was an der Serie zum kotzen ist, ist die WERBUNG!
    Man Kann nicht mal fünfzehn Minuten in Ruhe zusehen befor einen, die um einiges lauter als die Serie ausgestrahlte WERBUNG auf fen S**k geht!

    Hier mal ein großes Lob für die Leuchten von Assi RTL 2!

    Ansonsten find ich die Serie genial. Klar das mit der Blonden find ich au seltsam, aber die Story ist halt n bissle anderst als die alte Serie.
    Also mal ein bischen Flexibel sein, dann passt das auch. Außerdem verliert die Storyline endlich mal das Etiket der Star Wars für ARME!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren