Schleudergang

Bereits Anfang der Woche wurde wieder der Wahnsinn gesichtet, der durch die Bundeshauptstadt tobte und schwere Schäden hinterließ. Erstes Opfer war dabei Finanzminister Peer Steinbrück, der ein Schlag auf den Kopf erhielt. Daher wirkt seine Aussage, daß die Haushaltslage den bisherigen auf Rundumversorgung ausgerichteten Sozialstaat nicht mehr zulasse, nachvollziehbar. Seiner Meinung nach müsse alles abgebaut werden, was nur zu Passivität und übertriebener Anspruchshaltung führe. Eine Konzentration auf wichtige Zukunftsaufgaben habe Priorität. Ausgewiesene Spenden die der Genesung des Opfers dienen, nehmen die SPD-Parteizentrale und das Bundesfinanzministerium entgegen.

Fußballfans wurden am Dienstag erschreckt durch die Meldung, daß ein großer Teil der WM-Stadien nicht den Sicherheitsanforderungen entspräche. Festgestellt hatte dies die Stiftung Warentest. Verschwiegen wurde jedoch die im Vorfeld abgelaufene geheime Sabotageaktion. Der BND, der sich nicht im Irak engagiert, hatte zusammen mit einer niederländischen Spezialeinheit die Stadien manipuliert. Die Absicht im Hintergrund dabei war es, eine Verlagerung der WM-Spiele in die Niederlande zu erreichen.

Von der historisch nicht einmalig guten Zusammenarbeit profitieren sowohl die Niederländer, die ihr in letzter Zeit angeschlagenes Image durch die Ausrichtung der Spiele verbessern könnten, als auch der deutsche Staat, der sich bei nicht im Land stattfindenden Spielen auch im Sommer verstärkt um die Totalüberwachung der Bundesbürger kümmern kann und seine Energie nicht auf mögliche Terrorgefahren am Rande der WM verschwenden muß.

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