Halligabend, Teil II

Halligabend, Teil II

In etwa zwei Stunden würde der Zug Dagebüll erreichen. Vom Bahnhof waren es noch etwa 10 Minuten bis zur Mole, an der das Fährschiff anlegen würde. Zusammen mit der letzten Post vor den Weihnachtsfeiertagen würde Martin dann das Festland verlassen. Er schlug wieder sein Buch auf. Es war ein historischer Roman, der in London um das Jahr 1666 spielte. Damals verwüstet ein Großbrand den größten Teil der Stadt. Die genaue Ursache des Brandes wurde nie aufgeklärt. Immer wieder gingen Gerüchte von einer geheimen Verschwörung um. Obwohl das Buch sehr spannend war, konnte Martin sich nicht darauf konzentrieren. Immer wieder schweiften seine Gedanken ab. Hoffentlich wurde aus dem leichten Kratzen im Hals keine Erkältung, denn dann würden die kommenden Tage wirklich sehr ungemütlich werden.

Für einen kurzen Moment schloß er die Augen. Als er sie wieder aufschlug, dämmert es draußen bereits. Sein Buch war auf den Boden gefallen, was wohl dazu geführt hat, daß er aufgewacht war. Noch fuhr der Zug, ein Blick auf seine Uhr verriet ihm aber, daß er nur noch ein paar Minuten hatte, um seine Sachen zusammen zu packen. Hastig stopfte Martin das Buch und seine Thermoskanne in seinen Rucksack, zog sich seine wetterfeste Jacke über bevor er den Rucksack schulterte. Mehr als das, was im Rucksack war, würde er für die kommenden Tage nicht brauchen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren