Neuer Eigentümer gesucht

Neuer Eigentümer gesucht

Das Haus, in dem wir wohnen, grenzt an an eine Kirche. In Zeiten immer knapperer Kassen wurde Mitte des Jahres die Zusammenlegung zweier Gemeinden beschlossen. Im Wechsel sollten beide Kirche genutzt werden. Jetzt steht unsere Kirche, die Paul-Gerhard-Kirche, zum Verkauf.

Nicht nur aus den Niederlanden ist mir der Verkauf von sakralen Gebäuden bekannt. In Bielefeld gab es in der Vergangenheit schon mehrere Fälle. Wenn eine andere Religionsgemeinschaft eine Kirche erwirbt, so ist das meiner Meinung nach vereinbar mit der Bedeutung des Gebäudes. Nicht vertretbar halte ich jedoch den Verkauf einer Kirche an Investoren, die daraus ein Einkaufszentrum, einen Nachtclub oder ähnlich geschmackloses machen wollen.

Vor allem lehne ich eine gewerbliche Nutzung von Kirchen ab, wenn diese sich in Wohngegenden befinden. Das Wohnumfeld würde sich durch eine gewerbliche Nutzung der Kirche erheblich verändern. So eine Kirche bietet viel Platz. Es wird dort als wohl kaum ein kleiner Bioladen einziehen, sondern etwas, was viel Publikumsverkehr und entsprechenden Umsatz bringt.

Bevor die Kirche in den Brunnen gefallen ist und damit die Kirche im Dorf bleibt, wird es erforderlich sein, mit ein paar Nachbarn zu sprechen und sich zu organisieren.

One Reply to “Neuer Eigentümer gesucht”

  1. Obwohl so ein SM-Club oder eine Satanistische Vereinigung würden dem ganzen doch einen tollen Anstrich geben. *Hüstel* Das würde dann auch wunderbar unsere Gesellschaft spiegeln.

    Wenn ich jedoch genug Kohle hätte, dann würde ich ein Tonstudio da reinbauen…Ich sag nur Akustik.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren