Mit ruhiger Hand

Da am Ende einer Politkariere bekanntlich das Abrutschen in die Armut droht, heißt es rechtzeitig vorsorgen. Was dem einfachen Volk seine Riester Rente ist, sind den Mächtigen ihre Männerfreundschaften (sorry Frau Merkel, sie müssen dann doch im Alter Söckchen stricken). Verwunderlich ist es daher nicht, daß Gerhard Schröder von seinem guten Freund Putin einen Job bei Gasprom angeboten bekommt.

Die jetzt über die Ufer der Empörung tretende Kritik hat er auch sicher erwartet. Wie viele vor und nach ihm wird er das einfach aussitzen. Noch vor Weihnachten rückt ein anderes Thema in die Schlagzeilen und Schröder kann dann pünktlich zum Jahresanfang seine neue Stelle antreten und mit ruhiger Hand Geld zählen und sich über die Früchte von immerhin sieben Jahren harter Arbeit freuen.

Nur diejenigen, die noch an Osterhasen, Nikolaus und den Coca-Cola Weihnachtsmann glauben, halten noch an das Ammenmärchen von Moral und Anstand fest. Alle anderen sind aufgewacht, zucken nur mit den Schultern und tätigen ihre Weihnachtseinkäufe, wenn sie denn nicht zu denen gehören, die dieses Jahr pünktlich zum Fest der Nächstenliebe ihre Stelle verloren haben.

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