Zeichen der Zeit

Zeichen der Zeit

In der ein oder anderen Form wird fleißig über Web 2.0 diskutiert. Nach dem der vierteiligen Blogbuster Hartz (Perter Hartz und der Kanzler auf Reisen, Peter Hartz und das Büro des Schrecken, Peter Hartz und die Freundin aus Brasilien, Perter Hartz und der teure Knilch) die Menschen raus in die Kinos und rein in die Sozialämter getrieben hat, soll aus Web 2.0 ein neuer Kassenschlager werden.

Da das Geld bekanntlich nicht auf der Straße liegt (sondern nur die Obdachlosen) gilt auch für Blogger daher zukünftig: Sozial ist, was Geld bringt. Aus den bekannten Permalinks werden daher pay-my-links. Die neue lukrative Einnahmequelle sorgt auch für einen angemessenen Umgang mit Urteilen zur Verlinkung fremder Webseiten.

Da nach neustem Recht Webseitenbetreiber die volle Verantwortung für Forenbeiträge und andere Formen der Kundenbeteiligung tragen, wird RSS zu TRS weiter entwickelt. Noch vor Ablauf des Jahres soll der erste Trollreader vorgestellt werden. Sämtliche Browserhersteller werden verpflichtet, diesen einzubauen. Damit wird künftig nicht nur jeder möglicherweise unerwünschte Beitrag nicht mehr angezeigt, sondern auch schon beim Tippen persönliche Daten und verwertbare Erkenntnisse an die Staatsanwaltschaft übermittelt.

Das kurze Aufflackern mancher Bilderdienste im Internet in einer rechtlichen Grauzone wird auch der Vergangenheit angehören. Künftig dürfen nur Bilder kostenlos im Web gespeichert werden, auf denen Person abgebildet sind. Diese müssen frontal ohne zu lächeln in die Kamera schauen. Die zur Kennzeichnung der Bilder verwendeten Tags haben den Vorgaben des Bundeskriminalamtes zur Rasterfahndung zu entsprechen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren