Definitionssache

Definitionssache

Die Gewinner des Deutsche Welle-Weblog-Preises stehen fest. In der Kategorie „Best Journalistic Blog German” wurde Lyssa’s Lounge ausgezeichnet.

Dem Anspruch nach soll mit dem Award das beste journalistische Weblog in deutscher Sprache ausgezeichnet werden. Nun gibt es sicher unterschiedliche Definitionen davon, was Journalismus ist. Selbst die Schreiberlinge der Yellowpress werden vermutlich von sich behaupten, sie seien Journalisten.

Ein Weblog aber, von dem gesagt wird, daß er ein persönliches Weblog sein in dem die Autorin Episoden aus ihrem Leben erzählt dürfte wohl kaum journalistisch sein. Vielleicht hätte die Jury mal vorher in einem Lexikon nachgeschlagen, was Journalismus ist.

Unbestreitbar, daß Lyssa’s Lounge lesenswert ist. Ihr Blog hat auch durchaus einen Preis verdient. Wenn der von der Deutschen Welle einfach nur Bester deutscher Blog 2005 geheißen hätte, würde mir das alles auch nicht zu denken geben und ich würde völlig ohne Neid gratulieren.

2 Replies to “Definitionssache”

  1. Ich weiß. Trotzdem teile ich seine Meinung nicht. Über das Thema journalistisch oder nicht lässt sich auch trefflich streiten. Aber auch für den Schockwellenreiter scheint es einfacher zu sein, Kritiker als „Besserwisser“ abzuwerten statt einfach mal die Kriterien offenzulegen, nach den bewertet wurde.

    So bleibt das gesamte Verfahren undurchsichtig. Irgendwelche Blogs wurden nominiert, einer davon zum Sieger gekührt.

    Selbst bei den diversen Preisen, die das Unterschichtenfernsehen vergibt, bekommt der Zuschauer wenigsten eine Begründung für die Preisvergabe präsentiert.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren