Der Deichgraf

Der Deichgraf

Da war mal irgendwas mit der Oder und der Flut und Menschen kurz vorm Ertrinken. Wegen seines heldenhaften Einsatzes wurde er dafür jetzt zum SPD-Vorsitzenden mit einer überragenden Mehrheit von 99,4 Prozent der Stimmen gewählt.

Jetzt soll Matthias Platzeck die SPD vor dem Absaufen retten. Gegen die Flut von Unmut der Wähler werden in Berlin erstmal Säcke mit Koalitionsverträgen gestapelt.

Mit dem scheiden Kanzler gemeinsam hat er einen Hang zu schnellen Frauen und billiger Verteidigungen von gescheiterten Reformen. Der Kanzler a.D. wird sich, wie zu hören ist, in Zukunft mit der Malerei beschäftigen. Darin hat er schon Erfahrung, nach dem er zuvor versucht hat Deutschland erst rot und dann schwarz zu malen.

Die politische Orientierung des Deichgrafen ist schwer fest zu machen, da er als gelernter Ossi sein Fähnchen gerne in den Wind hängt. Mit Angela Merkel verbindet ihn nicht nur die große Koalition, sondern auch die gemeinsame Herkunft. Nach 16 Jahren Wartezeit scheint Honeckers Masterplan, die Bundesrepublik einfach zu übernehmen, aufgegangen zu sein.

Das wichtigste Amt im Lande und zwei der größten Parteien sind fest in Ostdeutscher Hand. Merkwürdigerweise ist die Erbin der SED darüber nicht glücklich. Statt gemeinsam mit dem Deichgrafen und AM zu feiern, herrscht bei ihr nur Missmut. Aber das wird sich auch noch ändern, denn wenn die große Koalition den Bürgern das letzte Hemd vom Leib gerissen hat, kann sie sich als soziales Gewissen aufspielen.

One Reply to “Der Deichgraf”

  1. Hehe…bald gibts wieder Trabbis und junge Pioniere mit blauen Halstüchern.

    Ahem….miiiiimiiiimiiiiii….

    Auferstanden aus Ruinen
    Und der Zukunft zugewandt,
    Laß uns dir zum Guten dienen,
    Deutschland, einig Vaterland.
    Alte Not gilt es zu zwingen,
    Und wir zwingen sie vereint,
    Denn es muß uns doch gelingen,
    Daß die Sonne schön wie nie
    |: Über Deutschland scheint. :|

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren