Armer Junge

Der Vorsitzende des Clubs junger Besserverdienender (bekannt auch unter der Abkürzung Junge Union) Philipp Mißfelder hält die im Koalitionsvertrag beschlossen Reichensteuer für „sachlich falsch”.

Er sehe aber ein, daß dies als Placebo für die Abgeordneten der SPD wichtig sei. Zudem vermisst er sowohl die Pflegeversicherung als auch Gesundheitsreform, die seiner Meinung nach ausgeklammert wurden. Offen bleibt, ob er das in Bezug auf den Koalitionsvertrag meint oder gerne eine Berücksichtigung bei der Haushaltskonsolidierung wünschte – frei nach dem Motto was bracht der alte Knacker noch seine Pillen und den Zivi, soll mal zusehen das er den Löffel abgibt und mithilft, bei der Rente zu sparen.

Seine rethorischen Bauchschmerzen sollte er schleunigst austauschen mit echtem Mitgefühl für die sozial Schwachen, die durch die Sparmaßnahmen aufs empfindlichste getroffen werden. Denen hilft es auch nicht, daß sowohl Union als auch die SPD unzufrieden ist mit dem Streichvertrag.

Kommentar verfassen