Reise nach Hartz

Reise nach Hartz

Frei nach dem Spiel Reise nach Jerusalem bietet sich die Reise nach Hartz (nicht Reise mit Hartz, daß ist eine andere, sehr teure Variante) für Arbeitgeber an, die den Shareholder Value erhöhen wollen mit großem Bedauern Personal entlassen müssen.

In fröhlicher Runde heißt es gegenüber der Belegschaft: „Es sind x Arbeitsplätze über, aber ihr seid zur Zeit noch x+n Mitarbeiter.”
Dann wird die Musik abgeschaltet und jeder kann sehen, wo er bleibt. Auf die Verlierer wartet eine kuschelige Bank im Park, die viel Platz bietet – zumindest solange die Kommunen sich nicht entschließen, die Bänke abzuschrauben.

3 Replies to “Reise nach Hartz”

  1. … oh, Ver-Flucht!
    Die besten Plätze unter der städtischen Brücke sind weg – warum habe ich nicht auf die Parkbänke geachtet? – Vllt., weil ich Optimist war?

    JBJones

  2. Tja, so rächt sich das. Aber es gibt noch Luxsunterkünfte (umganssprachlich: Ablufschächte von Kaufhäusern). Zusammen mit etws Pappe und Plastik sind die soagar Familienkompatibel.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren