Einschnittchen

Einschnittchen

Der designierte Bundeseinschnittminister Peer Steinbrück werkelt mit Roland „Salamitaktik” Koch an einer Einsparliste für den Bundeshaushalt. Merkwürdig erscheint es dabei, wer den Mann mit den Schlaubootlippen von Angelina Jolie und dem Aknegesicht von Guido Westerwelle überhaupt dazu aufgerufen hat, sich in die Bundespolitik einzumischen – selbst als Unterhändler hat er dort nichts verloren.

Für die beiden scheint all das sozial zu sein, was unter einen Rasenmäher passt. Mit diesem wollen sie über die Subventionstöpfe brettern. Besser wäre es, wenn sie Gras so verwenden, daß es sie etwas gelassener im Umgang mit dem Finanzhaushalt werden lässt.
Auf was sich der Bundesbürger freuen kann, zeigen auch die neusten Meldung aus den Koalitionsverhandlungen. Dort wird schon munter davon geredet, die Lebensarbeitszeit ebenso wie die Mehrwertsteuer zu erhöhen.

Auf dem Plan steht auch noch eine Lockerung des Kündigungsschutzes. Wohin das alles führen wird, ist absehbar. Die Streichung von Subventionen und die Erhöhung der Mehrwertsteuer führen dazu, daß eine längere Lebensarbeitszeit überflüssig wird, da dies voraussetzt, daß Arbeit vorhanden ist. Wer keine Arbeit hat, kann folglich auch nicht länger arbeiten. Umgekehrt führt eine längere Lebensarbeitszeit dazu, daß dies einen negativen Effekt auf das Angebot an offenen Stellen hat. Zwei Jahre länger arbeiten bedeutet eben auch, daß eine vorhandene Stelle erst zwei Jahre später neu besetzt werden muß.

Es ist bedauerlich, daß die Köpfe der Verantwortungslosigkeitsträger mit holen neoliberalen Phrasen gefüllt sind. Währen die Augen weniger vom Glanz der Macht getrübt, würden sie sehen, was in großen Buchstaben an der Wand steht:

„Die Investitionen bestimmen Volkseinkommen und Ersparnis, nicht umgekehrt.”

Ich sag nur: Leute, lest Keynes!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren