Stopfgans

Stopfgans

Die Zeit für deutsches Federvieh wird knapp. Nicht wegen der Vogelgrippe, sondern weil Sankt Martin näher rückt. Ein Tag, für den viele Gänse ihr Leben lassen müssen. Damit das Vieh auch ordentlich was her macht im Ofen, wird es vorher fleißig gemästet.

Gestern habe ich ein Eindruck davon bekommen, wie sich so ein Tier dabei fühlen muß. Die Nachwirken verspüre ich noch heute. Nadine und ich war zu Besuch eingeladen und wurden bekocht. Gerade aus anderen Kulturkreisen ist bekannt, welchen Stellenwert Gastfreundschaft und Essen dort einnimmt. Nicht aufzuessen gilt als unhöflich. Es wird nicht nur gegessen, was auf den Tisch kommt, sonder restlos alles aufgegessen. Mir fällt es dann schwer zu sagen, daß ich eigentlich schon satt bin. Vor allem, wenn mit viel Liebe gekocht wurde und es ziemlich gut schmeckt.

Als Folge daraus hab ich so viel gegessen, daß mir davon hinterher schlecht war. Abgefüllt bis zur Oberkannte. Am liebsten hätte ich mir die Finger – lassen wir das mal lieber. Bis zwei Uhr in der Nacht habe ich wachgelegen, weil mein Bauch so aufgebläht war. An Schlaf war nicht zu denken. Entsprechend sehe ich heute aus. Frühstück ist ausgefallen. Gleiches wird wohl mit dem Mittagessen passieren. Ich bin nur froh, daß ich keine Federn habe, sonst hätte ich arge Bedenken, wenn es an der Tür klingeln würde.

One Reply to “Stopfgans”

  1. Mir tun die Stopgänse und Enten leid!Ich werde eine Aktion dagegen starten. …..okay, ich bin erst 12 aber….. ich mache tierschutzaktionen seit ich 8 bin aber ich habe noch nie enten und gänse verteidigt! immer nur zirkustiere, tiere aus pelztierfarmen u.s.w…….mir tun sie leid!!!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren