Handwerker Seuche

Handwerker Seuche

Während andere Blogger Glück mit den Handwerker haben, haben wir nach wie vor mit Pfusch zu kämpfen. Schon beim Einzug in die Wohnung (Februar diesen Jahres) wurde festgehalten, daß die Scheibe der Terrassentür blind ist und ausgewechselt werden muß. Auch bedurften Terrassentür und Fenster eines Außenanstrichs.

Erst im August war der Haus- und Hofmaler unserer Vermieterin bei uns um sich die Sache anzusehen und die Scheibe auszumessen. Im September sollte dann die neue Scheibe eingebaut werden. Den wunderschön sonnigen September über ist dann nichts passiert. Allen Anschein nach hat der Maler auch erstmal ordentlich Urlaub gemacht. Letzte Woche standen dann seine Mitarbeiter vor der Tür und wollten die Streicharbeiten durchführen. Von der Scheibe war erst gar nicht die rede. Erst durch nachfragen erfuhren wir, das diese in der folgenden Woche eingebaut werden sollte. Mein Hinweis, daß es doch praktischer wäre, erst die Scheibe einzubauen und dann den Rahmen zu streichen, statt umgekehrt, wurde nicht zur Kenntnis genommen. Montag war dann der Chef da, um die Scheibe einzubauen.

Nach dem die alte Scheibe ausgebaut wurde, hat er festgestellt, daß die neue Scheibe nicht passt. Merkwürdig, ich hätte vor dem Ausbauen noch mal nachgemessen. Vermutlich kommt das davon, wenn ein Maler in fachfremden Bereichen wildert. Die alte Scheibe wurde dann wieder provisorisch reingesetzt. Der frisch gestrichene Rahmen dabei natürlich beschädigt. Durch das Provisorium pfeift der Wind. An das was passiert, wenn es anfängt zu regnen, wage ich schon gar nicht zu denken.

Das Thermometer zeigt inzwischen nur noch eine Außentemperatur von 10 Grad an. Nadine wurde gestern zugesichert, daß die Tür morgen eingebaut wird. Über Dritte haben wir jetzt erfahren, daß die neue Scheibe vermutlich erst nächste Woche da sein wird. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, wie diese dann bei Regen ausgewechselt werden soll. Wärmer wird es dieses Jahr auch nicht mehr. Wir sind auch nicht bereit, bei diesem Wetter dann einen halben Tag oder länger ohne Terrassentür zu sein.

Telefonisch habe ich eben nur die Frau vom Chef erreicht. Die kann vermutlich wirklich nichts dafür. Bei allem anderen lass ich das allerdings nicht gelten. Ich werde spätestens heute Abend noch mal mit dem „Herrn Weißbrot” telefonieren und darauf bestehen, daß der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird. Natürlich macht das doppelte Arbeit, aber wenn er solche dummen Fehler macht, muß er da durch. Unverzeihlich finde ich auch den Umgang mit Kunden. Als Nadine die Handwerker darauf ansprach, daß es ordentlich kalt im Wohnzimmer wird, weil die alte Scheibe mehr oder weniger lose in der Tür hängt, wurde ihr signalisiert, daß das wohl nur ihrer Einbildung entsprünge. Sie solle sich mal nicht so anstellen. Auch die Tatsache, daß wir nicht darüber informiert worden sind, wann die neue Scheibe verfügbar sein wird, spricht für erhebliche Defizite in Bezug auf die Kundenkommunikation. Da sehe ich einen enormen Schulungsbedarf.

One Reply to “Handwerker Seuche”

  1. Der alte Kummer… :(

    Ich hab das als Eigenttümer auch nur eine einzige Waffe gefunden, die wirkt.
    Frech werden und mit rechtlichen Schritten drohen.

    Andersherum kann man auch seinem Vermieter den Mangel anzeigen und mit Mitminderung drohen, das wirkt noch schneller.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren