Goethe im Straßenverkehr

Die letzten Worte von Johann Wolfgang von Goethe sollen angeblich „Mehr Licht!” gewesen sein. Bei Manfred Stolpe, scheidender Bundesverkehrsminister sind es definitiv die letzten Worte in seinem Amt. Dahinter steckt die Initiative, auf bundesdeutschen und europäischen Straßen endlich dem Vorbild aus Skandinavien zu folgen und Autofahrer dazu zu bringen, auch tagsüber das Abblendlicht des PKWs anzuschalten.

Wer öfter mal als Fußgänger oder Fahrradfahrer im Straßenverkehr unterwegs ist, der wird feststellen, daß Autos mit eingeschalteten Licht deutlich besser zu erkennen sind als solche, die tagsüber ihr Licht nicht eingeschaltet haben. Besonders bestimmte Autofarben wie silber-metallic neigen dazu, mit der Umgebung zu verschmelzen. Oft rettet nur ein Sprung zurück vor einem Unfall. Daher wird der Vorstoß dazu beitragen, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen und die Zahl der Verkehrsopfer weiter zu senken.

Das seit Anfang des Monats das Licht auf freiwillige Basis eingeschaltet werden soll, ist allerdings überflüssig, da es bisher keine Reglung gab, die dies verhindert hat. Jeder verantwortungsbewusste Autofahrer hätte auch bisher sein Licht einschalten können. Eine sofortige Verpflichtung zum Einschalten wäre besser gewesen, verbunden dann mit einer Übergangsfrist, in dem Verstöße nicht geahndet werden.

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