Goethe im Straßenverkehr

Goethe im Straßenverkehr

Die letzten Worte von Johann Wolfgang von Goethe sollen angeblich „Mehr Licht!” gewesen sein. Bei Manfred Stolpe, scheidender Bundesverkehrsminister sind es definitiv die letzten Worte in seinem Amt. Dahinter steckt die Initiative, auf bundesdeutschen und europäischen Straßen endlich dem Vorbild aus Skandinavien zu folgen und Autofahrer dazu zu bringen, auch tagsüber das Abblendlicht des PKWs anzuschalten.

Wer öfter mal als Fußgänger oder Fahrradfahrer im Straßenverkehr unterwegs ist, der wird feststellen, daß Autos mit eingeschalteten Licht deutlich besser zu erkennen sind als solche, die tagsüber ihr Licht nicht eingeschaltet haben. Besonders bestimmte Autofarben wie silber-metallic neigen dazu, mit der Umgebung zu verschmelzen. Oft rettet nur ein Sprung zurück vor einem Unfall. Daher wird der Vorstoß dazu beitragen, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen und die Zahl der Verkehrsopfer weiter zu senken.

Das seit Anfang des Monats das Licht auf freiwillige Basis eingeschaltet werden soll, ist allerdings überflüssig, da es bisher keine Reglung gab, die dies verhindert hat. Jeder verantwortungsbewusste Autofahrer hätte auch bisher sein Licht einschalten können. Eine sofortige Verpflichtung zum Einschalten wäre besser gewesen, verbunden dann mit einer Übergangsfrist, in dem Verstöße nicht geahndet werden.

2 Replies to “Goethe im Straßenverkehr”

  1. Autos mit Licht, machen es zum Beispiel schwieriger Radfahrer mit ihren matten Lichtern zu sehen. Ob es untern Strich sicherer ist wenn alle Autos mit Licht fahren ist nicht eindeutig fest gestellt. Was fest steht das jedem Autofahrer der sich mit Licht sicherer fühlt, nichts im Wege steht mit Licht zu fahren. Auch das die 100 Kilometer ein Liter mehr kosten, mit Licht, steht fest. Ausserdem das die meisten Deutschen sich schon auf das neue Gesetz freuen das ihnen reingewürgt werden soll ist auch sicher.

  2. Naja, wer wie ich im Jahr 40000+ Kilometer zurücklegen muß, fährt sowieso mit Licht…Allerdings erst nachdem er verstanden hat, das sich 80% der brenzligen Situationen hätten vermeiden lassen, wenn einen der andere eher gesehen hätte. Meine Ansicht ist, das Licht in jedem Fall hilft…

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren