Kernschmelze

Ludwig Stiegler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag äußerte sich gegenüber N24 zur Verbundenheit von SPD und Schröder:

„Sie müssen sich heute die SPD, Gerhard Schröder und die Programmatik der SPD wie eine wirklich verschmolzene Kugel vorstellen. Da ist man wirklich fest beieinander.”

Bei einem solchen Bild drängen sich viele hässliche Vergleiche auf. Falsch wäre es sicherlich, von einer Symbiose zu sprechen – die SPD ist wohl eher ein Wirtstier. Das zwei Kugel verschmelzen, kommt aber auch in der Kernfusion vor. Meist ist dann auch die kritische Masse erreicht und das Ganze fliegt einem um die Ohren. Merkwürdig nur, daß sich Stiegler mit dem Bild zweier verschmolzener Kugeln aus der Physik bedient hat. Möglicherweise eine versteckte Botschaft an die CDU.

Wer Herrn Stiegler zum Genossen hat, benötigt auf jeden Fall keine weiteren Feinde mehr, denn über Peer Steinbrück und die Möglichkeit, daß dieser Vizekanzler in einer großen Koalition werden könnte, lässt er verlauten:

„Können Sie sich vorstellen, dass so einer aus der jetzt abgewählten zweiten Reihe in der Lage wäre, die SPD-Bundestagsfraktion in eine Demuts-Koalition mit der Union zu führen?”

Frau Merkel wäre zu empfehlen, jetzt eine ruhige Hand zu bewahren und drauf zu bauen, daß sich die SPD in dieser Weise fröhlich selbst zerfleischt. An Herrn Streinbrück noch den Tipp, sich aus einem Sack Subenventionskohle zu bedienen und diese dann beim Kollegen Stiegler kreativ zum Einsatz zu bringen.

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