Fischer von Bord

Fischer von Bord

Joschka Fischer hat zur Überraschung seiner Partei gestern auf die Kandidatur zum Fraktionsvorsitzenden verzichtet. Damit geht der Lotse von Bord. Im Nebel der Nachwahlwehen besteht aber jetzt die Gefahr, daß die Grünen auf eine Sandbank auflaufen oder gar in Jamaika vor Anker gehen. Für die Grünen ist der Abschied von Fischer schmerzhaft, für ihn selbst nur die logische Konsequenz. Bereits im Wahlkampf war ihm seine Abgeschlagenheit und Erschöpfung deutlich anzumerken. Seine Wahlkampftour war demnach eine Abschiedstour.

Positiv bleibt festzuhalten, daß Joschka Fischer durch seinen Abgang Größe bewiesen hat. Er hat den richtigen Zeitpunkt zum Gehen erkannt, während andere sich verzweifelt an die Macht klammern und die Realität verleugnen. Der lange Lauf zu sich selbst scheint ein Ende gefunden zu haben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren