Politiker was nun

Im Beitrag „Neuwahl der Neuwahl, der Neuwahl…” bei :Punktlog // fand ich eine sehr schönen Satz:

„Politik bedeutet miteinander reden und Lösungen finden.”

Genau dies habe ich bereit schon so oft gesagt, daß ich ähnlich heiser geworden bin wie unser ehemaliger Außenminister. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es dingender den je geboten ist, sich zusammen zu setzten (und zwar alle in den Bundestag gewählten Parteien) und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es geht nicht darum wer Kanzler oder Kanzlerin wird. Auf dem Level, wie diese Frage diskutiert wird, streiten sich nur Kleinkinder im Sandkasten. Es geht um politische Gestaltung der Bundesrepublik, um die Auslotung des Machbaren und des Wünschenswerten.

Das gröste Problem das erwachsen Menschen daran hindert, sich als solche zu benehmen, sind Fraktionszwänge und starre Parteipolitik. Intersant dabei ist, daß je kleiner die politische Bühne ist, umso besser die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg funktioniert. Auf komunaler Eben funktioniert die Zusammenarbeit der Parteien in einigen Städten und Gemeinden recht gut. Besonders dann, wenn die Verantwortungsträger die Interessen der Bürger nicht aus den Augen verlieren. Es bedarf einer dingenden Weiterentwicklung unserer Demokratie hin zu mehr Demokratie, weg von der Dikatur von Fraktionen und nicht legitimierten Expertenrunden.

Das Wahlergebnis vom Sonntag war ein Signal, ein Ruf nach Vernunft, ein kompliziertes Puzzle, das es gemeinsam zu lösen gilt. Darauf mit Neuwahlen zu antworten, wäre das Verkehrteste und Dümmste, was jetzt passieren könnte.

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