Politiker was nun

Politiker was nun

Im Beitrag „Neuwahl der Neuwahl, der Neuwahl…” bei :Punktlog // fand ich eine sehr schönen Satz:

„Politik bedeutet miteinander reden und Lösungen finden.”

Genau dies habe ich bereit schon so oft gesagt, daß ich ähnlich heiser geworden bin wie unser ehemaliger Außenminister. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es dingender den je geboten ist, sich zusammen zu setzten (und zwar alle in den Bundestag gewählten Parteien) und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es geht nicht darum wer Kanzler oder Kanzlerin wird. Auf dem Level, wie diese Frage diskutiert wird, streiten sich nur Kleinkinder im Sandkasten. Es geht um politische Gestaltung der Bundesrepublik, um die Auslotung des Machbaren und des Wünschenswerten.

Das gröste Problem das erwachsen Menschen daran hindert, sich als solche zu benehmen, sind Fraktionszwänge und starre Parteipolitik. Intersant dabei ist, daß je kleiner die politische Bühne ist, umso besser die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg funktioniert. Auf komunaler Eben funktioniert die Zusammenarbeit der Parteien in einigen Städten und Gemeinden recht gut. Besonders dann, wenn die Verantwortungsträger die Interessen der Bürger nicht aus den Augen verlieren. Es bedarf einer dingenden Weiterentwicklung unserer Demokratie hin zu mehr Demokratie, weg von der Dikatur von Fraktionen und nicht legitimierten Expertenrunden.

Das Wahlergebnis vom Sonntag war ein Signal, ein Ruf nach Vernunft, ein kompliziertes Puzzle, das es gemeinsam zu lösen gilt. Darauf mit Neuwahlen zu antworten, wäre das Verkehrteste und Dümmste, was jetzt passieren könnte.

3 Replies to “Politiker was nun”

  1. Sehr guter Punkt. Die Ableitung daraus wäre, daß ein Politiker, der Neuwahlen fordert, den Bürgern unterstellt, sie hätten sich am 18.09. nur „verwählt.
    Fehlt nur der Spruch „Dummes Kind, jetzt wählst du aber bitte richtig. Und wenn nicht, dann laß ich dich so lange wählen, bis du es begriffen hast.“
    Ich würde bei Neuwahlen auf jeden Fall auch nicht anders wählen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren