Schuhe aus!

Schuhe aus!

Ehrlich gesagt, finde ich das Ausziehen der Schuhe vor dem Betreten eines Hauses in fremden Kulturen sehr sympathisch. Wenn ich einen Handwerker auffordere, sich seines Schuhwerks zu entledigen, werde ich angestarrt als ob ich dazu aufgeforderte hätte, die Hose runter zu lassen. Dabei hab ich nur keine Lust, dass der neue (und auch sehr helle) Teppich in unserer Wohnung munter ruiniert wird. Vermutlich will “der Deutsche an sich” seine Schuhe anbehalten, um für den Fall eines Falles schnell wieder zu verschwinden – gerade manche Handwerker hätten allen Grund dazu.
Vielleicht ist es auch die Angst, dass sich jemand anders mit den eigenen Schuhen davon macht, wenn diese unbeaufsichtigt in einem Hausflur stehen.

One Reply to “Schuhe aus!”

  1. Hihi…ich kann mir den Gesichtsausdruck durchaus vorstellen…

    Ich denke übrigens wegen eben jener Angewohnheit, die wir auch pflegen, für unsere Gäste ein paar Filzpantoffeln im Flurschrank parat zu halten. Soll sich ja schließlich keiner die Blase verkühlen! :O)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren