Weltjugendtag

Wenn sich ein alter Mann an Kindern und Jugendlichen ergötz, nennt man das bei einer Menge von 400.000 nicht mehr Pädophilen-Treff, sondern Weltjugendtag. Der findet zu Zeit in Köln statt. Das die katholische Veranstaltung in Köln stattfindet, ist vor allem das Werk von Kardinal Joachim Meisner – der Rechtsaußen-Katholik mit den geschmacklosen Vergleichen. Für Meisner ist der Weltjugendtag eine Art Gegenveranstaltung zum Katholikentag – der ist ihm zu diskussionsfreudig und zu liberal.

Etwas verwundert hat mich, dass an die Teilnehmer des Weltjugendtags gratis Rucksäcke und Plastikschlüssel zum Himmelreich verteilt werden. Nein stopp, das mit den Plastikschlüsseln stimmt nicht. Trotzdem sind Rucksäcke etwas befremdlich. Dann doch lieber Jutetaschen mit dem “Atomkraft nein Danke”-Logo. Aber das wäre für Meisner zu 68er like. Gegen die ist er allergisch.
Bei so Leuten wie Herrn Meisner bin ich eigentlich recht froh, dass katholische Priester nicht heiraten und keine offizielle keine Nachkommen zeugen dürfen.
Somit bleibt die Hoffnung, dass der fundamentalistische Katholizismus eine Problem ist, dass sich mit der Zeit durch Wegsterben lösen wird. JP II ist da ja mit gutem Beispiel “vorangegangen”.
Dank AIDS und Kondomverbot brauch man sich über die Weiterverbreitung des Katholizismus auch keine Gedanken zu machen.
Sicher, das sind alles sehr böswillige Aussagen, aber wenn eine Organisation wie die katholische Kirche als Antwort auf aktuelle Probleme mit Lösungen aus der Zeit des finstersten Mittelalters kommt, ist das ein Reflex von mir, der sich ganz automatisch einstellt.
Meinetwegen sollen ruhig 400.000 Menschen vor einem alten Mann in weiß auf den Knien rumrutschen – davon geht die Welt noch nicht unter. Aber bittschön lasst den Rest der Welt brav in Frieden und nehmt nach der Veranstaltung euren Müll wieder mit – auch den geistigen.

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