Patientenverfügung

Bei der aktuellen Diskussion um die Patientenverfügung schwanke ich selber sehr stark hin und her. Die Patientenverfügung soll eine Festlegung sein, wie man behandelt werden möchte, wenn man selbst willenlos geworden ist. Im Grunde also eine Verfügung über Leben und Tod. Ein Festlegung, ob man als Komapatient weiterleben möchte oder sterben darf. Ich frage mich einfach dabei, ob ich das jetzt für die Zukunft überhaupt entscheiden kann. Ich weiß doch nicht, was ich fühle und denke, wenn ich mich in so einem Zustand befinde. Vielleicht würde ich mir wünsche, doch noch weiterzuleben, könnte mich aber dann nicht äußern und hätte mit einer Patientenverfügung genau das Gegenteil festgelegt. Damit hätte ich dann mein eigenes Todesurteil unterschrieben.

Genauso kann natürlich auch der umgekehrte Fall eintreten. Ich hätte in der Patientenverfügung ein unbedingtes weiterleben festgelegt und würde mir dann, wenn ich mich nicht mehr äußern kann, nichts sehnlicher als den Tod wünschen. Genau das geht mir durch den Kopf. Weniger die technischen Aspekte der lebenserhaltenden Maßnahmen noch die gesamte ethische Diskussion. Sondern einfach meine persönlichen Überlegungen, ob ich mich jetzt für etwas entscheiden kann, was ich in keinster Weise beurteilen kann.

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